Leserbrief
Statt Warm-up "Kiwazeit kummt"

Zum Kirwa-Warm-up am Wochenende:

Am Ortseingang von Hahnbach steht ein großes Schild mit der Aufschrift "Kirwa-Warm-up" und auch in der Zeitung wird dazu eingeladen.

Kirwa ist ein jahrhundertaltes traditionelles Fest, das in den letzten Jahrzehnten in jedem kleinen Dorf wieder mit alten Bräuchen wie Kirwabaum, Kirwabetzn, Boum und Moila, Austanzen usw. gefeiert wird. Was hat hier das Wort Warm-up zu suchen? Ich kriege jedes Mal die Krise, wenn ich das lese. Wer ist für einen solchen Blödsinn verantwortlich?

Mit Multikulti hat das sicherlich nichts zu tun, denn eine Kirwa ist bayerisch und so sollte auch die Sprache bleiben. Diese sogenannten Kirwaburschen sollten sich die Original Bauernsfünfer Uli Radl und Dominik Niklas zum Vorbild nehmen, die für ihre Lieder und Texte im Oberpfälzer Dialekt schon mit diversen Kulturpreisen geehrt wurden. Auch die Mundart-Abende von Dieter Radl sind bis auf den letzten Platz gefüllt, wenn er seine Sulzbacher Geschichten und Gedichte zum Besten gibt. Das Wirtshaussingen ist wieder voll im Kommen.

Man besinnt sich also auf alte Traditionen und Bräuche und da hat meiner Meinung nach ein Warm-up nichts zu suchen. Vielleicht finden die Verantwortlichen doch noch ein deutsches Wort. Wie wär's zum Beispiel mit "Kirwazeit kummt - los geht's". Prost und servus.

Marga Hornig, Hahnbach

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