Leserbrief
Steuergesetze gültig für alle

"Apple soll Milliarden an Steuern nachzahlen":

Apple hat in Irland eine Konstruktion gewählt, die sehr viel Steuern spart. Kaum einer erinnert sich daran, dass es viele andere Konzerne genauso machen bzw. machten. Warum verlangt man von Apple Steuern, während die "Steuerverkürzer" in Luxemburg ungeschoren davon gekommen sind? Waren die Luxemburger cleverer bei der Steuergesetzgebung oder wagt sich bei der EU-Kommission niemand an den ehemaligen Premierminister Juncker, der nun ihr Chef ist?

Bemerkenswert ist der drakonische Steuersatz von 40 Prozent in den USA. Anscheinend will Apple weiß machen, dass die massive Steuerersparnis nur Notwehr gegen den gierigen Staat ist. Dann wäre Hoeness aber kein Steuersünder, sondern ein Robin Hood der Geknechteten. Steuergesetze müssen für alle gelten. Unpassende Gesetze kann man zwar ändern, aber so lange sie in Kraft sind, hat man sich daran zu halten. Deutschland ist zwar aktuell in einer guten Lage, was die Steuereinnahmen betrifft: Aber andere Länder der EU würden das Geld auch dringend benötigen.

Erwin Schmidbauer, 92280 Kastl
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