Leserbrief
Stierzucht mit 130 Millionen Euro von EU subventioniert

"Torero-Schmiede kämpft ums Überleben":

Der Stierkampf in aller Welt, vor allem in Spanien, ist unverzüglich einzustellen. Wir leben nicht mehr im Mittelalter, und nur einige wenige Menschen in Spanien befürworten weiterhin diese Stier-Quälerei.

Die Aussage von Schuldirektor Jose Luis Bote "Der Stierkampf gehört nicht den Politikern, sondern dem Volk" ist schlichtweg falsch. Denn 75 Prozent aller Spanier lehnen den Stierkampf bereits ab. Außerdem subventionieren die Europäischen Parlamentarier die Stierzucht, d. h. für die Stiere, die für den grausamen Stierkampf gezüchtet werden, mit jährlich 130 Millionen Euro; davon sind immerhin 27,3 Millionen Euro aus Deutschland. Das ist, mit Verlaub gesagt, eine ganz große Schweinerei, dass in der heutigen Zeit 130 Millionen Euro ausgegeben werden, nur um Stiere zu züchten, die grausam ermordet werden. Die Stiere erhalten zwei Wochen vor dem ungleichen Kampf nichts mehr zu fressen und ganz wenig Wasser. Zusätzlich bekommen die Stiere Medikamente verabreicht, die Darmblutungen verursachen. Die Ohren und die Fesseln werden mit Terpentin eingerieben.

Weiter werden den Stieren schwere Gewichte um den Hals gehängt, in die Nase werden den Stieren Taschentücher und Watte gesteckt, um die Atmung zu erschweren. Aber nicht genug. Die hochempfindlichen Hörner werden abgeschliffen, um den Torero nicht zu verletzen. Und das alles nur, um einige blutrünstige Spanier zu befriedigen. Das Ganze kann doch nicht mehr mit Tradition begründet werden. Mich regt auch auf, dass ausgerechnet Parlamentarier von der CDU/CSU und der SPD diese sinnlose Subvention mit genehmigt haben. Wo bitte bleibt hier das christliche Handeln? Noch zu ergänzen ist, dass bei den Stierkämpfen in Pamplona bis heute 15 Menschen ihr Leben lassen mussten, und alle Jahre etwa 200 bis 300 Menschen zum Teil schwerverletzt werden. Und so etwas nehmen die Leute in Kauf, die an diesem Fest kräftig verdienen.

Es muss endgültig Schluss sein mit falschen Subventionen und vor allem mit der Tierquälerei. Tiere sind keine Sache, sondern Lebewesen und sind auch als solche zu behandeln. Eine Gesetzesänderung ist hier dringend erforderlich.

Karl Neid, 95666 Mitterteich
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