Leserbrief
Stimmung gegen Kriegsflüchtlinge

"CSU: Frontalangriff auf Merkels Flüchtlingspolitik":

Nach Finanzminister Markus Söder, der Hunderttausende Flüchtlinge in Kriegsgebiete zurückschicken möchte, begibt sich nun auch der smarte Generalsekretär Andreas Scheuer auf Wahlkampftour. Mit seiner Aussage "Das ganze Blabla ist jetzt vorbei", verpasst er nicht nur seiner Kanzlerin, sondern auch Millionen von ehrenamtlich engagierten Bundesbürgern eine schallende Ohrfeige.

Scheuer fordert "Vorrang für Zuwanderer aus unserem christlich-abendländischen Kulturkreis". Also eine Art Selektion, guter, nicht so guter, schlechter Flüchtlinge. Für ihn als Christen sollte das Gebot zur Nächstenliebe doch ausreichen, um nicht gegen Kriegsflüchtlinge Stimmung zu machen. Die abendländische Kultur zeichnet sich durch Solidarität mit den Schwachen und Verfolgten aus, unabhängig von deren Kultur- und Religionszugehörigkeit. Die Mitstreiter von "Amberg hilft Menschen" gehören verschiedenen Glaubensrichtungen an, auch Konfessionslose, was uns aber vereint, ist der Wille zu helfen: Egal ob die Beweggründe hierfür religiös, politisch oder rein moralisch-ethisch motiviert sind. Und wenn uns Politiker als "Gutmenschen" verhöhnen, halte ich entgegen: Was haben sie als Alternative anzubieten?

Werner Konheiser, Sprecher Amberg hilft Menschen
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