Leserbrief
Tierische Übertreibung

Das "Tierische Problem" (Artikel in der Ausgabe vom 14. März) hält ein Leser eher für eine "tierische Übertreibung":

Der Transport der 57 Hunde-Welpen und 22 Rassekätzchen erfolgte "artgerecht", und wenn die Papiere "nicht gefälscht" waren, so waren sie landläufig gesagt "in Ordnung". Vermutlich konnte man auch daraus entnehmen, dass die Tiere zwar gegen Tollwut geimpft waren - aber eben zu früh - und sie noch keine drei Monate alt waren. Statt den Tieren einfach die die Einreise zu verweigern und sie mit ihren Züchtern in die Tschechische Republik zurück zu schicken, "beschlagnahmte" die Amtstierärztin und ließ "ins Tierheim Nürnberg bringen".

Wie viele dort nach nochmaliger Impfung und isolierter Unterbringung "das Welpenstadium überlebt" haben, ist nicht bekannt. Trotzdem entstanden für drei Monate Kosten von 1265 Euro pro eingeliefertes Tier. Weil der Eigentumsverzicht der Tierhändler erreicht wurde, konnten zumindest die Hunde an private Halter weitervermittelt und vom Tierheim rund 18 000 Euro "vergleichsweise hohe Gebühren" eingenommen werden. War die Aktion in dieser Form wirklich nötig?

Karl Seiler Etzenricht

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