Leserbrief
TTIP: Auf Biegen und Brechen

Zum Freihandelsabkommen:

Wer immer noch glaubt, Amerika wäre an einem partnerschaftlichen Handelssystem namens "TTIP" mit Europa interessiert, dem werden mit der Veröffentlichung von Auszügen aus dem Vertragsentwurf durch Greenpeace die Augen geöffnet. Man möchte eigentlich gar nicht mehr wissen, was noch alles an europäischen Errungenschaften (Verbraucher- und Umweltschutz) auf dem Altar des Großkapitals geopfert werden soll.

Es gibt immer noch Politiker bei uns, wissend oder unwissend um den Inhalt der Verhandlungen, die dessen Abschluss unbedingt vorantreiben, evtl. auf einen der begehrten hochdotierten Aufsichtsratsposten in einem der mitverhandelnden Großkonzerne hoffend. Amerika ist nicht der Traumpartner, für den es sich gerne hält. Die Verhandlungspartner der Großkonzerne (beiderseits des Atlantiks) sind egoistisch, nur auf den eigenen größtmöglichen monetären Vorteil bedacht - ohne Rücksicht auf gesellschaftspolitische Verluste. Wenn es sogar vonseiten der EU-Kommission heißt, die US-Regierung bewege sich zu wenig, so bedeutet das doch im Klartext: Die Abgesandten der Großkonzerne wollen ihre Maximalforderungen auf Biegen und Brechen und ohne Kompromisse durchsetzen.

Wolfgang Lang, 95666 Leonberg
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