Leserbrief
Undurchsichtige Klientelpolitik

"Kein Register für Lobbyisten":

Es ist durchaus verständlich, wenn die Politik gegen ein Register für Lobbyisten stimmt. Wer will sich schon in dem Sinne outen, den ständig anwachsenden Einflüsterungen dieser Leute stattzugeben? Gerade die Entscheidungen in der Politik - egal ob Bundes- oder Landespolitik - zeigen doch, welch z.T. massiven Einfluss, gerade auch im Sozialbereich diese sogenannten "Interessenvertreter" im Vorbringen ihrer "Partikularinteressen" haben.

Niemand soll durch die Veröffentlichung des Registers für Lobbyisten kriminalisiert werden, wie diese Vermutung durch Hans-Peter Uhl (CSU) geäußert wurde. Interessant wäre nur auch für den Normalbürger zu wissen, auf wessen "Mist" die eine oder andere politische Entscheidung gewachsen ist. Immer mehr unpopuläre Maßnahmen (Bankenrettung, TTIP, CETA, Glyphosat, EEG) werden gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung und im Sinne von mächtigen Wirtschaftsverbänden getroffen, was zeigt, dass der Einfluss dieser Partikular-Interessenvertreter höher in der Entscheidungsfindung der Politiker anzusiedeln ist, als deren eigenes Urteilsvermögen. Wesentlich einfacher ist es, andere ("Experten") für sich denken zu lassen, um in deren Sinne zu handeln. Zu guter Letzt ein Sprichwort, das für diese Klientelpolitik nicht treffender sein könnte: "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe".

Wolfgang Lang, 95666 Leonberg
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