Leserbrief
Verbot trifft gesetzestreue Bürger

"Unter Beschuss":

Leider schlägt der Artikel in die gleiche Kerbe wie die EU: Schusswaffen in privaten Händen führen möglicherweise zu Morden, deshalb muss man sie verbieten. Es wird zwar erwähnt, dass 99,9 Prozent aller legalen Schusswaffenbesitzer verantwortungsvoll mit ihren Waffen umgehen. Der Anteil der bei Gewaltverbrechen eingesetzten registrierten Schusswaffen liegt im Promillebereich (Quelle Bundeslagebild Waffenkriminalität 2014). In dem Artikel wird von 200 Toten in 25 Jahren durch legale Schusswaffen gesprochen. Es wird nicht erwähnt, dass dies nur 0,3 Prozent aller Gewalttaten sind und dass es sich dabei meist um Beziehungstaten handelt. Diese werden immer verübt, im Zweifelsfall mit einem Küchenmesser. Wer morden will, der wird es auch tun, wenn legale Waffen verboten sind und alle Sportschützen nur noch mit Druckluft oder Laserpointern schießen. Die Statistik aus Großbritannien zeigt dies deutlich. Dort sind Schusswaffen für Privatpersonen generell verboten, trotzdem werden noch immer mehr Menschen erschossen als vor dem Verbot, wohingegen in Deutschland die Straftaten mit Schusswaffen stark zurück gehen.

Die reflexartige Reaktion der Öffentlichkeit empfinde ich als einen Angriff auf mich persönlich, da ich und mit mir Millionen anderer gesetzestreuer Sportschützen, Sammler und Jäger in den Topf der potenziellen Mörder geworfen werden. Sind dann auch alle Küchenmesserbesitzer potenzielle Mörder? Kriminelle halten sich nicht an Gesetze und Verbote. Eine weitere Verschärfung des Waffenrechts trifft die gesetzestreuen Waffenbesitzer.

Christiane Zeigler, 95659 Arzberg
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