Leserbrief
Von Quelle bis zur Mündung denken

Zu den Berichten über die Bürgerversammlung in Steinamwasser am Mittwoch, 16. März:

Der Breitbandausbau und der Ausbau der Kreisstraße AS 43 sind sicherlich vordringliche Themen, bei denen nach etlichen Jahren des Forderns seitens der Bürgerinnen und Bürger im Umland endlich den Worten auch Taten folgen werden. Wenn sich die Anwohner gerade während der Bauzeit an der AS 43 wieder ohne Hilfe der Stadt ihre eigenen Wege suchen müssen, so hoffen alle auf einen wirklich fristgerechten Baubeginn und vor allem auf selbiges auch für das Bauende.

In der Berichterstattung wurde leider das Thema Hochwasserschutz oberhalb von Michelfeld nicht erwähnt. Denn auch da heißt es, gerade für die Ortschaft Steinamwasser, mal wieder, sich die eigenen Wege zu suchen, denn von der Stadt Auerbach kam in Form von Bürgermeister Neuß eine klare und deutliche Absage. Der Hochwasserschutz in Michelfeld bringt Entlastung für Michelfeld ohne Zweifel, aber nicht ganz richtig liegt Bürgermeister Neuß, wenn er glaubt, dass dies auch für Steinamwasser gilt.

Die Flussrichtung von Goldbrunnenbach und Flembach entspricht immer noch physikalischen Grundprinzipien, das dürfte auch Herrn Bürgermeister Neuß bekannt sein. In diesem Fall bedeutet dies von Steinamwasser nach Michelfeld und nicht umgekehrt. Wenn also in Steinamwasser wegen eines zu engen Bachlaufs bereits der Ortskern und meist mehrere Keller überflutet sind, muss Michelfeld noch nicht unbedingt nasse Füße haben. Lieber Herr Neuß, wer effektiven Hochwasserschutz will, muss von der Quelle bis zur Mündung denken und nicht nur punktuell!

Frieda Beyer, Steinamwasser

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hochwasserschutz (25)Leserbriefe (402)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.