Leserbrief
Wenn der Anblick missfällt: Kritiker sollen sich umdrehen

Was ist eine menschengerechte Stadt? Wer bestimmt, welche Punkte wichtig oder unwichtig für das Prädikat sind? Für mich verdient eine menschengerechte Stadt dann diese Bezeichnung, wenn sie jeder Anforderung gerecht wird. Autofahrerfreundlich ist Amberg heute sicher nicht. Es gibt in dieser Jahrhunderte alten Stadt mit gewachsener Infrastruktur kein Optimum. Es gibt nur Machbares und nicht Machbares. Dass ehemalige Stadtobere hier einen Dornröschenschlaf schliefen und durch Nichtstun glänzten, ist vorbei. Und das ist gut so.

Wen eine Tiefgarageneinfahrt stört, nur weil sie in seiner Hauptblickrichtung liegt, kann sich umdrehen und in die entgegengesetzte Richtung auf den Mariahilfberg sehen. Es ist nicht verwunderlich, dass ausgerechnet potenzielle Fahrradfahrer keinen Parkraum benötigen. Sie lehnen ihr Gefährt an die nächste Hauswand. Wer aber als Autofahrer in der Innenstadt etwas zu erledigen hat, kann sich entscheiden, sich im Parkplatzsuchverkehr einzureihen oder einen Strafzettel zu riskieren.

Wenn eine Garagenzufahrt, wie auf der Fotomontage zu sehen, entsteht, werden wir uns genau so daran gewöhnen, wie an jede andere notwendige Veränderung auch. Für die Entwicklung der Innenstadt ist dies allemal besser, als die nächsten 30 Jahre weiter zu schlafen.

Willy Moebius, Amberg
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