Leserbrief
"Wo bleibt der Beitrag der Stadt Pfreimd?"

Zum Artikel "Stadt behält Heft in der Hand" erreichte uns eine weitere Zuschrift, in der es heißt:

"Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu! - dieser als goldene Regel bezeichnete, alte und verbreitete Grundsatz der praktischen Ethik scheint an allen Stadträten und dem Bürgermeister von Pfreimd spurlos vorbeigegangen zu sein. Im Artikel wird berichtet, dass die Stadt Pfreimd Konzentrationsflächen für Windkraft im Gemeindegebiet ausweisen will.

Bereits 2014 versuchte es die Stadt Pfreimd. Nachdem jedoch über 150 Einwendungen vorlagen, wurde das Verfahren eingestellt und die Einwendungen nicht beachtet. Der Bau des Windparks Pamsendorf ist nun in vollem Gange. Nun versucht es die Stadt Pfreimd nochmals. Ungeachtet der Tatsache, dass die damaligen Einwendungen verschwendetes Papier waren, stellt sich nun für mich die Frage, warum man jetzt den Flächennutzungsplan ändern will?

Die Stadt Pfreimd, allen voran Bürgermeister Tischler, rühmen sich doch damit, dass sie mit dem Windpark Pamsendorf einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten. Die Stadt Pfreimd scheint doch voll von der Windkraft überzeugt zu sein.

Wieso soll jetzt der Bau von Windrädern im Sichtgebiet der Bürger verhindert werden? Im Artikel ist von 'Schutzplanung' die Rede. Der Windpark Pamsendorf ist an der Gemeindegrenze und vom Stadtkern Pfreimd nicht sichtbar. Nur den Nachbargemeinden wurde dieser zugemutet. Wieso will die Stadt Pfreimd nun die unzähligen 'Vorteile' eines Windparks den eigenen Bürgern verwehren?

Die Bürger der Nachbargemeinden werden vom Bürgermeister und Stadträten als Windkraftgegner bezeichnet. Wir haben jedoch einen immensen Beitrag mit 'unserem' in unmittelbarer Sichtweite platzierten Windpark Pamsendorf geleistet. Wo bleibt der Beitrag der Stadt Pfreimd? Dieser Beitrag wird nicht kommen, da sich die Stadt Pfreimd mit dem Flächennutzungsplan 'schützen' will. Sich selbst schützen, den Mitmenschen jedoch zumuten! In Pfreimd laufen die Uhren der Ethik anders".

Tobias Meier Guteneck

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