Leserbrief zu WAA-protesten
Unkalkulierbare „Nebenwirkungen“

"Brutal am Bauzaun: Pfingsten 1986 eskalierten die WAA-Protest-Aktionen":

Alle Gegner von erneuerbaren Energien sollten sich die Bilder aus WAA-Zeiten gut merken: So was kann sich bald wiederholen. Einerseits wird der Ausbau der erneuerbaren Energien, also der Ausstieg aus der Kernenergie, massiv behindert (10H-Regelung, Kürzung der Solarförderung, u. a.). Andererseits plant die EU neue Atomkraftwerke, welche auch Endlager für Müll benötigen. Hierfür könnten früher oder später "unsere" Truppenübungsplätze als geeignet erscheinen, zumal deren Nutzung wohl ausgedient zu haben scheint: Vermehrt übernehmen ferngesteuerte, bewaffnete Drohnen die Kriegsführung, bequem vom Computertisch aus, während bemannte Panzerfahrzeuge auf das Abstellgleis gestellt werden.

Dann wird sich zeigen, ob diese Gegner von erneuerbaren Energien genauso gegen Kernenergie poltern, wie sie es derzeit gegen Windräder und gegen Solaranlagen tun. Es gibt Zweifel daran, dass diese Radaumacher von heute das Durchhaltevermögen der WAA-Gegner von gestern haben, zumal sie dann nicht mehr wissen werden, für was sie eigentlich kämpfen sollen. Zu wünschen wäre, dass man begreift, dass nicht die Nutzung von Wind, Biomasse und Sonne krank macht, sondern die Nutzung von Erdöl, Gas, Kohle und Kernenergie mit all deren "Nebenwirkungen".

Gerd Renner, 92265 Edelsfeld
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