Leserbrief zum Bürgerkrieg in Syrien
Der Friede ist unteilbar

Das Scheitern der Syrien-Gespräche und des Atomabkommens zwischen den USA und Russland könnte als Fanal in die Geschichte eingehen. Die Feindseligkeiten zwischen den beiden Staaten spitzen sich dramatisch zu. Es ist zu befürchten, dass Syrien endgültig zum Schauplatz eines Stellvertreterkrieges zwischen den beiden militärischen Großmächten wird. Der Kalte Krieg war im Gegensatz zur aktuellen Auseinandersetzung durchaus berechenbar.

Russland trägt eine große Mitverantwortung für die Eskalation des Bürgerkriegs in Syrien. Russland war in den vergangenen Jahrhunderten stets eine Weltmacht mit einem besonderen Nationalstolz. US-Präsident Barack Obama hat einen folgenschweren Fehler begangen, als er diese Nation als Regionalmacht verspottete. Diese Kränkung sitzt in Russland offensichtlich tief.

Das Verhältnis zwischen Putin und Obama war nie besonders gut. Barack Obama zog 2009 als großer Hoffnungsträger ins Weiße Haus ein. Er wird mit dem Makel als einer der schwächsten US-Präsidenten aller Zeiten wieder ausziehen. Die Lunte, die sein Vorgänger im Nahen Osten durch den widerrechtlichen Einmarsch in den Irak im Jahre 2003 gelegt hat, ist in seiner Amtszeit zum Flächenbrand eskaliert. Putin würden weitere Sanktionen kaum beeindrucken. Reden ist in diesem Konflikt Gold, denn der Friede ist unteilbar.

Alfred Kastner, 92637 Weiden
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