Leserbrief zum Küken-Schreddern
Keine Urteile mehr „Im Namen des Volkes“

"Das Schreddern geht weiter" :

Den Mord an den Küken unbedingt stoppen: Seit Jahren findet das grausame Töten von mehr als 50 Millionen männlicher Küken im Jahr in der Eier-Industrie statt. Dennoch bleibt die Praxis des Tötens der Küken unbestraft. Obwohl schon einmal die weltgrößte Brüterei Lohmann/Aviagen eine Strafe von 100 000 Euro bezahlen musste, um so mehr verwundert mich jetzt der "Freibrief" vom Oberverwaltungsgericht Münster.

Kennt der Senat die Paragrafen 4, 4a und 4b des Tierschutzgesetzes nicht? Es hat sich offenbar wieder die Lobby durchgesetzt, und dem Senat scheinen die wirtschaftlichen Interessen der Brütereien wichtiger zu sein, als die Erhaltung von gesunden lebensfähigen Wesen.

Das Urteil zeigt den Stellenwert der Tiere in unserer Gesellschaft und verdeutlicht, dass trotz Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz wirtschaftliche Interessen ganz klar denen der Tiere vorgezogen werden. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts ist schlichtweg falsch. Es wird höchste Zeit, dass es künftig Gremien gibt, die noch über Richterurteile stehen, die eindeutig falsch sind und von diesem Gremium unverzüglich revidiert werden können.

Ich denke in diesem Zusammenhang an das Tötungsdelikt, bei dem die illegalen Autoraser einen Menschen getötet haben und hierfür nur eine Bewährungsstrafe erhielten. Und bitte kein Urteilsverkündigungen mehr mit "Im Namen des Volkes". Kein vernünftiger normale Mensch befürwortet "Mord". Egal welches Lebewesen es auch immer ist. Denn das Urteil ist eine Schande für Deutschland, für Europa und die ganze Welt.

Karl Neid, 95666 Mitterteich
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