Leserbrief zum Thema ökologische Landwirtschaft
Weg zurück, um nach vorne zu kommen

"Ökologische Landwirtschaft":

Wir sitzen gemeinsam in einem Boot, das da heißt "Mutter Erde." Eine intakte Landwirtschaft, saubere Luft, sauberes Trinkwasser und ein gesunder Mutterboden sind unerlässlich. Die Landwirte haben sich in ein Schema pressen lassen: Immer größer, immer mehr. Das kann nicht funktionieren. So sind die Erzeugerpreise für Milch im Keller, Getreide ist billiger als vor Jahrzehnten und das Fleisch günstiger denn je. Jeder weiß, Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Wenn man den Rindern immer mehr Kraftfutter füttert, das größtenteils aus Amerika kommt, um die Leistung zu steigern, dann bekommt man eben dieses Überangebot. Ein Rind braucht in der Hauptsache als Futter Heu und Stroh. Der ganze Organismus eines Rindes ist darauf ausgerichtet.

Ich frage mich: Warum müssen wir den Großteil der ökologisch erzeugten Lebensmittel aus dem Ausland importieren? Daraus sehen wir, dass viele Verbraucher gewillt sind, für Lebensmittel auch etwas mehr auszugeben. Ich habe mir die DVD "Der Bauer und sein Prinz" gekauft. Der Film entführt uns nach Südengland auf die ökologische Farm von Prinz Charles. Der Film zeigt einen Prinzen, der die Vision hat, die Welt ökologisch zu ernähren und die geschundene Natur zu heilen. Diese Ziel verfolgt er seit 30 Jahren. Er beweist, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert und welcher Nutzen und welche Heilkraft von ihr ausgehen. Er beweist, dass man im Einklang mit der Natur und ohne Einsatz von Giften unsere Erde bewirtschaften und dass man die Welt ökologisch ernähren kann.

Wenn wir die Bilder von den Überschwemmungen im Rottal ansehen: Es ist wertvoller Mutterboden, der von den Äckern gespült wird. Dafür braucht die Natur 2000 Jahre, dass 10 Zentimeter Mutterboden wachsen. Das kann nur heißen: "Zurück zur Natur." Der Weg muss zurückgehen, um nach vorne zu kommen!

Willi Herdegen, 92224 Amberg
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