Leserbrief zum Thema "Strom wieder teurer: Netzbetreiber langen zu"
Ureigene Aufgabe

"Strom wieder teurer: Netzbetreiber langen zu":

Begründet wird der Netzentgeld-Aufschlag von 80 Prozent bei Tennet und 45 Prozent bei 50 Herz mit dem langsamen Ausbau der Stromnetze. Dabei werden durch die Erzeugungs-Schwankungen der Windparks im Norden Stabilisierungsmaßnahmen des Netzes erforderlich. Diese Problematik ist weitgehend der Überproduktion und nicht Strommangel geschuldet, wenn die Produktion von Windstrom mit der nicht abzuschaltenden Produktion von Braunkohlestrom zu Überkapazitäten führt, die der Norden nicht los wird.

Diese ureigene Aufgabe der Fernnetzbetreiber - Regulierung von Produktions-Schwankungen - sich jetzt schon mit einem horrenden Aufschlag bezahlen zu lassen, lässt für die künftige Preisgestaltung nicht Gutes ahnen. Den Netzbetreibern ist für den Ausbau der neuen Trassen von der Bundesnetzagentur eine Rendite von 9 Prozent zugesagt: je mehr Leitungen, umso mehr Ertrag. Der günstig erzeugte Windstrom des Nordens kommt dank des geplanten überdimensionierten Netzausbaus im Süden 4 bis 5 mal so teuer an.

Peter Schwarzmeier, 92711 Parkstein
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