Leserbrief zur Windenergie
Keine sichere Stromversorgung garantieren

Aufgrund der geringen Windgeschwindigkeit am Kulm ist beim "Windpark Pamsendorf" von einem 30 Prozent geringeren Ertrag auszugehen. Von einem Investment in eine derart ertragsschwache Anlage kann man nicht genug warnen. Üblicherweise werden für solche Anlagen 30 Prozent Eigenkapital bei den Kommanditisten eingesammelt. Genau diese 30 Prozent sind das unternehmerische Risiko. Sollte der Wind-Ertrag der realistischen Prognose entsprechen, so kann vorausgesagt werden, dass die Ausschüttungen, die in den ersten zwei tilgungsfreien Jahren anfallen, später zurückgezahlt werden müssen und danach das eingezahlte Kapital verloren geht. Wenn dann das Kapital der Gesellschaft aufgebraucht ist, so werden die Kosten des Rückbaus den Grundstückseignern aus Pamsendorf bzw. deren Erben auferlegt. Auch diese Warnung trifft auf taube Ohren.

Langfristig stellt der sogenannte "Windpark Pamsendorf" unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein völlig unsinniges Projekt dar, das sich nur in der Anfangsphase rechnet durch überhöhte Subventionen (gegenüber der Leipziger Strombörse drei- bis fünffach erhöhte Vergütung) und Aussicht auf Steuerersparnis für Besserverdiener. Das wirtschaftliche Risiko tragen ausschließlich die Kapitalanleger (Kommanditisten). Solche Projekte sind in höchstem Maße unsozial. Sie helfen weder dem Klima - keine Einsparung von Kohlendioxid - noch können sie eine sichere Stromversorgung gewährleisten. Wie sagten die Monteure der Firma Nordex: "Wir kommen gerne in die Oberpfalz, da können wir nämlich in Ruhe montieren, da hier so wenig Wind weht."

Dipl.-Ing. Karl Zeug, 92548 Altfalter
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1 Kommentar
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 19.10.2016 | 00:27  
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