Leserbriefe
4500 Stellen bei Polizei abgebaut

"Bayern startet Sicherheitsoffensive":

Die Staatsregierung hat in den letzten Jahren kontinuierlich bei der Polizei fast 4500 Planstellen abgebaut. Derzeit sind etwa 2500 Vollzeitstellen nicht besetzt. Um die 1,5 Millionen Überstunden abzubauen, wären über ein Jahr mindestens 800 Polizeibeamte nötig. Trotz der enormen Belastung, welcher die Polizei durch den Personalmangel ständig ausgesetzt ist, hat sie die Situation bei den vergangenen Anschlägen hervorragend gemeistert.

Nun hat die bayerische Staatsregierung auf ihrer Klausurtagung in St. Quirin ein umfangreiches Sicherheitskonzept beschlossen. Da wird vollmundig von 2000 Polizisten bis 2020 gesprochen, wobei dann noch offen ist, ob die nicht besetzten 2500 Planstellen zusätzlich aufgefüllt werden. Da die Ausbildungszeit für einen Polizeibeamten 30 Monate beträgt, ist eine leichte personelle Verbesserung erst ab 2019 zu erwarten; ob die Polizeischulen dazu die nötige Kapazität haben, ist auch fraglich.

Fazit: Mehr Sicherheit für die Bürger in Bayern und mehr Polizeipräsenz auf den Straßen wird es erst schrittweise ab 2020 geben. Die radikalen Einsparungen bei der Polizei durch die CSU kommen wie ein Bumerang zurück und sollen nun durch ein Programm "Sicherheit und Stärke" kaschiert werden. Ich fühle mich als Bürger durch so eine Sicherheitspolitik vorgeführt.

Helmut Ruhland, 92637 Weiden
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