Leserbriefe
Der Rechtsstaat und das Christentum

Rechte Gewalt außer Kontrolle

Zu den Vorfällen in Sachsen:

Ich weiß nicht, was in unseren Land los ist, was im Osten Deutschlands vor sich geht. Dort ist offenbar der Rechtsstaat schon außer Kraft gesetzt. Die Meute aus betrunkenen Horden der AfD, NPD und Pegida behindert unter den Augen der Polizei die Löscharbeiten der Feuerwehr. Ungehindert werden Flüchtlinge in Bussen bedroht und das alles unter den Augen des Staates. Müssen erst Menschen sterben, bis endlich durchgegriffen wird?

Wir haben in Deutschland genügend Gesetze, um gegen diese Gewalt gegen Ausländer als auch gegen kriminelle Ausländer und Banden vorzugehen. Wann setzt man diese endlich um? Es ist die Aufgabe der Bundesregierung, die Aufgabe unserer vom Volk frei gewählten Abgeordneten, dafür Sorge zu tragen, dass diesem Mob, der den Staat aushebeln will, ein Ende gesetzt wird. Unter Deutscher Einheit habe ich mir was anderes vorgestellt, und wenn das unter dem Slogan "Wir sind das Volk" geschieht, dann ist das nicht mehr mein Volk. Wenn nicht bald durchgegriffen wird, dann gerät das alles außer Kontrolle. Mir graut schon vor dem Wahlabend am 13. März.

Hermann Stauber, 92533 Wernberg-Köblitz

Hartherzigkeit eine Schande

Zur Flüchtlingskrise in Europa:

Als vor etwas mehr als einem Jahr wiederholt Boote, vollgepfropft mit Flüchtlingen, im Mittelmeer versanken, nannte der Heilige Vater dies eine "Schande für Europa". Verinnerlicht hat diesen Appell aber nur Italien, das seine Schiffe zu Rettungsaktionen wieder ausschickte, vor allem aber das nur zu einem kleineren Teil katholische Deutschland, das den Löwenanteil aller Flüchtlinge aufnahm, die vom Süden her durchgewunken wurden. Es wäre wünschenswert, wenn der Heilige Vater erneut ein Hirtenwort an die Völker Europas richten würde, die sich nun immer mehr abschotten gegen die Flüchtlingsströme aus dem Süden, und die nicht bereit sind, Deutschland bei der Aufnahme der Flüchtlinge zu entlasten. Was ist von den gemeinsamen Werten Europas geblieben - Solidarität, Toleranz, Religionsfreiheit, Christentum, Menschenrechte? Ein geharnischter päpstlicher Hirtenbrief sollte vor allen Dingen Polen und die Slowakei erreichen: "Ich war ohne Obdach, und ihr habt mich nicht aufgenommen." Die Hartherzigkeit besonders dieser beiden Nationen, zweier Hauptnutznießer der EU, ist eine Schande für die katholische Kirche.

Dem bigotten Vorsitzenden der regierenden Partei in Polen sollte der Papst die Exkommunikation androhen, denn Jaroslaw Kaczynskys hasserfüllte Tiraden gegen Deutschland und seine rassistischen Sprüche gegen Flüchtlinge ("nicht integrierbar, schleppen Krankheiten ein, ein deutsches Problem") sind unerträglich und haben mit Christentum absolut nichts mehr zu tun.

Roland Gröger, 92660 Neustadt
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