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Ernennung zum Ehrenbereitschaftsarzt

"Ehrenbereitschaftsarzt" Dr. Christian Wagner (sitzend, Mitte) im Kreis langjähriger Kameraden, Ärzte-Kollegen und der Führungskräfte des Roten Kreuzes.
Weiden. Durch Fürsorge für seine Patienten, Menschlichkeit und Zuwendung, aber auch durch besondere Kameradschaft mit den Sanitätern habe sich Dr. Christian Wagner stets ausgezeichnet, stellte BRK-Bereitschaftsleiter Gerd Kincl bei einer Versammlung im Rotkreuzhaus fest. Anlässlich des 80. Geburtstags des geschätzten Arztes und Kameraden ehrte ihn Kincl mit der Ernennung zum "Ehrenbereitschaftsarzt". Seit 1970 sei Dr. Wagner ein Vorbild für junge Ärzte, sagte Kincl, höchst kompetent und - ein kleiner Seitenhieb auf Wagners Kollegen - einer der wenigen Ärzte, der regelmäßig in die Versammlungen komme.

Kincl berichtete auch, dass der Internist und Radiologe als "besonderer Arzt" im Klinikum bekannt gewesen sei - ein Leitender Oberarzt, der seine Patienten auch mal selbst in die Radiologie geschoben habe, wenn niemand sonst dafür zur Verfügung stand.

BRK-Kreisverbands-Chefarzt Dr. Gerhard Wührl , der Wagner Anfang der 80er-Jahre als Lehrer und hilfsbereiten Förderer kennengelernt hatte, stellte fest, dass dieser noch "manchen jungen Kollegen in die Tasche stecken" könne. BRK-Direktor Franz Rath erinnerte an gemeinsame Rettungsdienst-Einsätze, bei denen Dr. Wagner als Notarzt den Sanitätern viel Freiheiten überlassen und dafür die Verantwortung übernommen habe. Noch heute sei "ein Blutspendetermin ohne Dr. Christian Wagner nicht denkbar".

Für die Vorstandschaft des Rotkreuz-Kreisverbands überbrachte Dr. Rudolf Poschenrieder Grüße und Glückwünsche. Immer noch sei der Jubilar als Ratgeber geschätzt. Als "menschenfreundlicher Arzt" sei dieser ein "Inbegriff derer, die sich nicht nur um die Sache, sondern auch um den Menschen bemühen". Dr. Wagner dankte für die "wunderbare Zeit mit den Kameraden".

Seitdem er vor 20 Jahren seine Arbeit als Oberarzt der Strahlenkunde und Onkologie im Klinikum aufgegeben habe, betätige er sich mit der Bewirtschaftung eines Ackers bei Schirmitz, sei als Holzknecht eingespannt und freue sich über drei Kinder, sechs Enkel und vier Urenkel. Täglicher Frühsport und Lesen hielten ihn fit. Körperlich und geistig: Fehlerfrei zitierte Dr. Wagner einige Seiten aus Goethes "Faust". Neben zahlreichen Anekdoten aus dem Krankenhaus-Alltag verriet Dr. Wagner auch, dass er eigentlich hätte Pfarrer werden wollen.
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