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Kliniken AG verabschiedet "heimliche Chefin"

Am letzten Arbeitstag hatten sich die Kollegen noch einmal etwas Besonderes einfallen lassen.Über einen roten Teppich führte ihr "letzter Weg" durch ein Spalier applaudierender Weggefährten zur schwarzen Limousine mit livriertem Chauffeur, perfekt in Szene gesetzt von Juan Ramos Vilas . Das war vor ein paar Tagen. Am Freitag verabschiedete Kliniken-Vorstand Josef Götz nun seine engste Mitarbeiterin ganz offiziell in den Ruhestand. Und er sparte nicht mit lobenden Worten. Rita Stadler sei kommunikativ, loyal, sehr zielgerichtet, äußerst zuverlässig, ehrlich und humorvoll.

Auf den Humor verzichtete Rita Stadler dann aber überraschenderweise bei ihrer Abschiedsrede. Die Leiterin des Vorstandssekretariats, die auch für die Öffentlichkeitsarbeit und das Beschwerdemanagement verantwortlich war, dankte ihren Weggefährten und Mitarbeitern für die Unterstützung und die schöne Zeit, ihrem Chef noch ganz besonders für das große Vertrauen. In seiner launigen und hintersinnigen Würdigung erinnerte Götz daran, dass Stadler fast 34 Jahre im Klinikum gearbeitet, die phänomenale Entwicklung des Hauses in dieser Zeit nicht nur begleitet, sondern geprägt habe. "Sie war die Schaltstelle im Vorzimmer, der wirkliche Chef." Nicht umsonst sei der Spruch überliefert, ihr sei es egal, wer unter ihr Krankenhausdirektor sei. Das war zunächst 21 Jahre lang Hans Kaltenecker , dem es ebenfalls am Herzen lag, Rita Stadler zu danken. Schon bei seiner Pensionierung vor 12 Jahren hatte er sie als "Glücksfall" bezeichnet. Und Josef Götz hat in den Folgejahren festgestellt, dass sich Rita Stadler mit der Kliniken AG total identifiziert habe. "Solche Mitarbeiter braucht's."

Lustig war es dann noch einmal bei einem Sketch von Personalchef Martin Neuhaus , der ihr das Abschlusszeugnis ausstellte. Fazit: Die Frau war eigentlich falsch am Platz.
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