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"Lebensfreuden" spendet 1000 Euro an Arbeitskreis Asyl

Martina Grüner (links) von den "Offenen Hilfen" und Jost Hess vom AK Asyl (rechts) freuten sich über die Spende von Sieglinde und Ludwig Scharnagl. Bild: ca
Ludwig und Sieglinde Scharnagl, Geschäftsinhaber des Ladens "Lebensfreuden" Hinterm Zwinger, spenden 1000 Euro an den Arbeitskreis Asyl sowie an die "Offenen Hilfen" des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth. Diese beiden Einrichtungen haben mehr miteinander zu tun, als auf den ersten Blick angenommen.

Unter den Flüchtlingen, die aktuell in der Region ankommen, befinden sich auch Behinderte. Ihre Familien haben ihre kriegsgebeutelten Heimatländer noch aus einem anderem Grund verlassen: Im Irak beispielsweise gilt eine Behinderung als "Strafe Gottes". Es gibt keine Fördereinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten. Behinderte Kinder müssen regelrecht versteckt leben.

AK-Asyl-Vorsitzender Jost Hess kennt die Situation: "eine Schande." Ein Kontrastprogramm hat Sozialpädagogin Martina Grüner zu bieten. Sie ist Leiterin der "Offenen Hilfen" in Irchenrieth. Fachkräfte und Ehrenamtliche kümmern sich in der Region um die Freizeit von Familien mit behinderten Angehörigen. Das reicht von einer Stunde Babysitting am Nachmittag bis zu den Gruppenangeboten für die Älteren, wie regelmäßiges Bowling und die JuZ-Disco. Ein Segen. Das weiß auch Sieglinde Scharnagl, Mutter von Ludwig (21). "Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein Dorf. Um ein behindertes Kind zu erziehen, braucht es ein sehr großes Dorf. "Und das haben wir hier."
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