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Neue Feldgeschworene im Bezirk Weiden 1

Personelle Veränderungen gab es bei den Feldgeschworenen. Ím Bild von links: Amtsleiter Reinhold Gailer, Abteilungsleiter Erhard Neudecker, die scheidenden Feldgeschworenen Josef Hoffmann und Josef Mages, Feldgeschworenen-Obmann Hans Mühlbauer, die neuen Feldgeschworenen Kurt Mekelburg und Werner Mayer sowie Joachim Gesierich vom Vermessungsamt. Bild: hfz
Als Feldgeschworene sind ab sofort Werner Mayer und Kurt Mekelburg im Einsatz. Sie ersetzen die aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Josef Mages und Josef Hoffmann im Feldgeschworenen-Bezirk Weiden 1. Der Hauptverwaltungsausschuss hat Mayer und Mekelburg für die Aufgabe auserkoren, ihre Verpflichtung folgte jetzt im Amt für öffentliche Ordnung. Beide leisteten einen Eid auf gewissenhafte und unparteiische Erfüllung der Amtspflicht. Da Feldgeschworene auf Lebenszeit verpflichtet sind, können sie ihr Amt auch nur in besonderen Ausnahmefällen niederlegen.

Seit jeher ist es üblich, die Abmarkung (Sicherung der Grundstücksgrenzen) besonders ausgewählten alteingesessenen Gemeindebürgern anzuvertrauen. Feldgeschworene nehmen Abmarkungen vor und wachen über Grenzsteine. Sie wissen über die örtlichen Verhältnisse in ihrer Gemeinde genau Bescheid, genießen Vertrauen ihrer Mitbürger und arbeiten auch vertrauensvoll mit der staatlichen Vermessungsbehörde zusammen.

Durch die Bestellung auf Lebenszeit genießen die Feldgeschworenen oder "Siebener" ein hohes Ansehen. Dazu trägt auch das "Siebenergeheimnis" bei, jene geheimen, immer nur mündlich den Nachfolgern weitergegebenen Zeichen. Anhand dieser Zeichen kann der Eingeweihte erkennen, ob ein Grenzstein von einem Unbefugten ausgegraben und an anderer Stelle gesetzt wurde.

Seit fast 150 Jahren ist die Institution der Feldgeschworenen in ganz Bayern gesetzlich verankert. Sie bekleiden eines der ältesten kommunalen Ehrenämter. Landesweit sind in Bayern etwa 21 000 Feldgeschworene tätig. Sie greifen auf ein rechtliches Instrumentarium um Abmarkungsgesetz, Feldgeschworenenordnung und -bekanntmachung zurück. Gerichte und Aufsichtsbehörden mussten bisher nur selten wegen Amtshandlungen von Feldgeschworenen tätig werden, obgleich bei Grundstücksangelegenheiten erhebliche Werte im Spiel sind. Diese Tatsache zeigt, wie zuverlässig die Feldgeschworenen arbeiten und welches Vertrauen ihnen von den Bürgern entgegengebracht wird.
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