Liebesgrüßenach Moskau

Das Berufliche Schulzentrum Wiesau und die Europa-Berufsschule in Weiden strecken ihre Fühler nach Russland aus. Dort suchen sie Partnerschulen für ein gemeinsames Austauschprogramm. In Moskau lotete eine Oberpfälzer Delegation die Möglichkeiten aus.

Ziel ist ein Schüler- und Lehreraustauschprogramm zwischen beiden Staaten. "Ein anderes Land mit eigenen Augen zu sehen und die Menschen selbst zu erleben, ist eine durch nichts zu ersetzende Erfahrung. Es eröffnet den Jugendlichen einen anderen Blick auf die Welt" - darin sind sich die Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein (Wiesau) und Josef Weilhammer (Weiden) einig. Auch die Schüler zeigten sich begeistert.

Um erste Kontakte zu knüpfen, entsandten beide Schulen für eine Woche einen Vertreter nach Moskau, wo bei einer "Projektschmiede" jeweils 20 russische und deutsche Kollegen aufeinandertrafen. Dem deutschen Modell der dualen Berufsausbildung galt besonderes Interesse. Die durch die Hamburger Stiftung DRJA (Deutsch-Russischer Jugendaustausch) organisierte Tagung hatten der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft sowie von russischer Seite das Ministerium für Bildung und Wissenschaft und die Föderalen Agentur für Jugendfragen gefördert.

Schnell kristallisierten sich Partnerschaften heraus. So wollen die Nordoberpfälzer künftig mit Berufsbildungseinrichtungen aus St. Petersburg, Moskau, Staraja Kulatka und Nischnekamsk zusammenarbeiten. Die Partnerschaften und die Schüleraustauschprogramme sollen Gemeinschaftsprojekte der Berufsschulen Wiesau und Weiden sein. Für Oktober 2016 ist ein Besuch der russischen Partnerschulen in der Nordoberpfalz geplant, wo konkrete Austauschpläne erarbeitet werden sollen. Für die beiden größten Hürden - Sprachbarriere und Finanzierung - werden derzeit Lösungen ausgetüftelt. Mit etwas Glück könnte der Start im Jahr 2017 erfolgen.
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