Lions-Konzert für "Sindersberger Arche" mit Salonorchster Babari vor ausverkauftem Haus
Ungarischer Pfeffer

Ferenc Babári wirbelte mit seiner Violine durch das Autohaus Widmann. Das gleichnamige Salonorchester spülte damit eine schöne Spendensumme in den Lions-Topf zugunsten der "Sindersberger-Arche". Bild: gag

Die Lions helfen - das hat sich inzwischen herumgesprochen. Nach dem Wasserspielplatz im Schätzlerbad, der eher für die jüngere Generation gedacht ist, heißt das neue Projekt "Sindersberger-Arche". Dafür spielt am Sonntag das Salonorchester Babári im Autohaus.

Die "Sindersberger-Arche" ist die neue Palliativ- und Hospiz-Station im Eleonore-Sindersberger-Altenheim, die für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens beste Versorgung und Geborgenheit bietet: spezielle Pflegebetten, Lichtdecke, geschultes Personal, dazu warme Farben, große Fenster, heimelige Atmosphäre. "Wir finanzieren die ,Arche' auch mit Spenden, weil die Pflegeversicherung noch nicht offen dafür ist", erklärte Diakon Karl Rühl, geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werks Weiden.

Vom Staatstheater


Um Spenden ging es denn auch, als der Lions-Club zu einem Nachmittag wie in einem "Wiener Kaffeehaus" einlud - an einem ungewöhnlichen Ort. Das Autohaus Widmann hatte sich für diese Veranstaltung herausgeputzt. Das Salonorchester Ferenc Babári, aus Mitgliedern des Staatstheaters Nürnberg, unterhielt das Publikum an elegant gedeckten Tischen mit beschwingter Salonmusik der Jahrhundertwende. Verschmitzt und geistreich begrüßte Anneliese Hein, Vorsitzende der Bewohner-Vertretung im Sindersberger-Seniorenheim, das Publikum: "Herzlich willkommen in dieser wunderschönen Garage." Zehn Damen und Herren bewohnten inzwischen die "Arche" und fühlten sich dort allesamt wohl.

Bei Kaffee, Kuchen oder einem Glas Sekt lauschten die Gäste im voll besetzten Autohaus den nostalgischen Klängen. Bei dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms oder dem Lied "Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt" aus dem "Land des Lächelns" von Franz Lehár sprang sofort der Funke über. Flotte ungarische Melodien bezauberten die Gäste, die bald den Takt mitwippten. Viele erinnerten sich bei "Komm Zigan" aus der Operette "Gräfin Mariza" oder "Heut geh ich ins Maxim" aus der "Lustigen Witwe" von Franz Lehár an die Operettenverfilmungen mit Marika Rökk oder Johannes Heesters. Ein beschwingtes Potpourri aus Walzern, Csárdás oder den "Geschichten aus dem Wienerwald" von Johann Strauß unterhielt aufs Beste.

Ferenc Babári, dessen elegante Bewegungen den Ungarn verrieten, ließ seine Geige durch alle Oktaven jubeln, während er immer wieder den Gang durch die Tischreihen antrat. Seine Kollegen Alexandru Duma (2. Violine), Rainer Bartke (Cello), Joachim Sevenitz (Kontrabass) und Noorman Widjaja (Klavier) begleiteten ihn dazu von der Bühne. Gefühlvolle Soli, auch des Cellos von Rainer Bartke, bezauberten das Publikum, das mitunter gern mitgetanzt hätte.

Unglaubliches Tempo und höchste Töne entlockte Babári seiner Geige beim zwitschernden Solo zu "Die Lerche", das ihm frenetischen Applaus und "Bravo"-Rufe einbrachte. Dass Zugabe eingefordert wurde, war klar. Mit charmantem Lächeln zauberte das Quintett noch den Hit "Die Julischka aus Budapest " aus ihrem breiten Repertoire. Dabei sangen manche vergnügt mit "...die hat ein Herz von Paprika, das keinem Ruhe lässt" - in Erinnerung an den Marika-Rökk-Film. Lions-Präsident Anton Forster dankte den Musikern, den Helfern des Autohauses Widmann und den Kuchenbäckerinnen.
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