Live-Bilder aus der Altstadt jetzt auf der Stadt-Homepage
Neues Zuhause für Rippl-Webcams

Was tut sich gerade am Unteren Markt? Antworten liefert eine von drei Rippl-Webcams - neuerdings auf der Homepage der Stadt Weiden. Über die Lösung freuen sich (von links) OB Kurt Seggewiß, Ingrid und Harald Rippl, Alois Kopp von der Presseabteilung und Peter Teichmann, IT-Leiter der Stadtverwaltung. Bild: Götz

Der Oberbürgermeister hätte es sich einst wohl nicht träumen lassen: Die Internet-Adresse www.weiden-zuhause.de - vormals Heimat des ersten Rippl-Forums - führt nun geradewegs zur Homepage der Stadt (www.weiden.de). Enthüllt, gelästert und verleumdet wird hier aber auch schon lange nicht mehr. Bei weiden-zuhause.de machen zuvorderst ehemalige Weidener Station, die wissen wollen, was in der alten Heimat so abgeht. Live-Einblicke liefern ihnen mehrere Webcams. Die vermachte die Familie Rippl jetzt der Stadt.

Beachtliche Erfolge feiern sie auch nach dem virtuellen Umzug. OB Kurt Seggewiß berichtet von rund 150 000 Zugriffen zwischen dem 1. und dem 20. Januar. Die Szenen vom Unteren und vom Oberen Markt seien weltweit gefragt. Verstärkt sogar in Australien, wie Alois Kopp von der Presseabteilung feststellt. "Da können die Leute beispielsweise schauen, ob auf dem Bürgerfest schon was los ist", meint Ingrid Rippl. Und natürlich, was der Storch auf dem Alten Rathaus so treibe. Die Webcams waren Mitte der 2000er Jahre ihre Idee. Weil sich ihr Mann Gert bei Anrufen von Geschäftsreisen immer erkundigte, was daheim in Weiden gerade los sei. Sohn Harald klickt sich noch heute gerne durch die Live-Bilder: "Es ist immer schön, gemütlich an einem warmen Ort zu sitzen, da reinzuschauen und zu denken: Jetzt frieren's gerade alle in Weiden."

Nach dem Tod seines Vaters im vergangenen Jahr bot er Stadtarchivarin Petra Vorsatz die Webcams an. Möglicherweise auch eine nette Geste gegenüber Stadt und OB, um die Wogen wegen des umstrittenen Internet-Forums und anderer Gert-Rippl-Aktionen zu glätten? Letzteres sei bereits bei einem Abend beim Griechen geschehen, sagt der Junior. Und: "Mein Vater hatte nun mal bestimmte Ansichten, die er vehement durchgedrückt hat." Mutter Ingrid, Betreiberin von weiden-zuhause.de, sei dagegen ein sehr friedvoller Mensch. Seggewiß' Verhältnis zu Harald und Ingrid Rippl, so bestätigt der OB, "war immer spannungsfrei". Weshalb sich virtuelle Weiden-Touristen nun auch bei www.weiden.de zu Hause fühlen dürfen. "Wir werden das mit dem gleichen Geist fortführen", verspricht der Rathauschef. Und auch Harald Rippl freut sich: "Schön, dass das weiterlebt."

StandorteDie Rippl-Webcams sind an drei Standorten montiert: Kirchturm St. Michael, Info-Point im Alten Rathaus und Unteres Tor. Live-Bilder liefern sie vom Unteren Markt, vom Oberen Markt, vom Storchennest und eben aus dem Inneren des Alten Rathauses. Für eine vierte Kamera sucht Stadtarchivarin Petra Vorsatz noch nach einem geeigneten Standort. Die Internet-Adresse lautet jetzt www.webcam.weiden.de . (rg)
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