Lkw-Unfälle legen Autobahn und Nebenstrecken lahm
Berufsverkehr steht still

Das hatte es gerade noch gebraucht: In Folge des Unfalls bei Frauenricht gegen 3.40 Uhr kam es kurz nach Luhe-Wildenau auf der A 93 gegen 9.30 Uhr zu einem zweiten Unfall in Richtung Norden. Ein Sattelzug fuhr auf einen Laster auf, der Gerüstteile geladen hatte. Bild: Gerhard Götz

Zwei schwere Lkw-Unfälle auf der A 93 in Folge, dazu ein Kleinunfall - die Auswirkungen auf den Berufsverkehr waren am Mittwoch enorm.

Der erste Unfall - 40-Tonner gegen Audi - ereignete sich gegen 3.40 Uhr zwischen Weiden-Süd und Frauenricht. Die Verkehrspolizei Weiden musste daraufhin die A93 ab der Anschlussstelle Weiden-Süd komplett sperren. Die Bergung des oberbayerischen Milchlasters (17 Tonnen Sojamilch) dauerte Stunden. Der Sattelzug war seitlich umgekippt und konnte erst gegen Mittag aufgerichtet werden. Der Motorblock lag separat auf der Fahrbahn.

Sechs Stunden später, am Stauende bei Luhe-Wildenau: Ein tschechischer Sattelzug rauschte in einen Lkw, der Gerüstteile geladen hatte. Der Aufprall durch die hohe Geschwindigkeit war so groß, dass große Teile des Gerüsts auf der Fahrbahn verstreut waren. Beide Lkw-Fahrer (ein Slowake und ein Parsberger) mussten verletzt ins Klinikum Weiden gebracht werden. Die Bergung dieses "Riesenmikados" zog sich bis in den Nachmittag. Das THW musste anrücken. Der Verkehr wurde ab Luhe-Wildenau abgeleitet.

Pendler erreichten teils mit erheblicher, stundenlanger Verspätung ihren Arbeitsplatz. Auch auf die Nebenstrecken wirkte sich die Sperrung der A93 bis in den Nachmittag aus: So standen beispielsweise noch um die Mittagszeit Autofahrer aus Etzenricht auf der Staatsstraße nach Weiden ab dem Weinhof im Stau. Im Einsatz waren die Feuerwehren Rothenstadt, Schirmitz, Weiden, Luhe, Oberwildenau, Wernberg und Oberköblitz.

Es kam zudem zu einem Kleinunfall unmittelbar nach der ersten Karambolage: Ein oberfränkischer Volvo-Fahrer fuhr auf einen Unterlegkeil auf, den der verunglückte Lkw verloren hatte. Zwei Reifen zerbarsten.
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