Lob für Personalpolitik der Stadt
Gelebte Inklusion

Alexander Grundler, Behindertenbeauftragter der Stadt, steht im Mittelpunkt eines Artikels in einem Berufsnetzwerk. Darin lobt er die Vorreiterrolle der Stadt Weiden in Sachen Inklusion. Bild: Huber
Die inklusive Personalpolitik der Stadt Weiden ist dem sozialen Netzwerk Xing unter der Rubrik Klartext einen Artikel wert. Die Onlineplattform, bei der fleißig berufliche Kontakte gepflegt und geknüpft werden, lobt den zeitlichen Vorsprung der Stadt bei der Integration von Menschen mit Behinderung ins Unternehmen. Bereits über 5500 Leser schmökerten in dem Artikel. Einige kommentierten ihn. Durchwegs positiv.

Doch was ist zu lesen? Alexander Grundler , der Behindertenbeauftragte der Stadt, erklärt, wie fortschrittlich das "Unternehmen Stadt" in Weiden schon seit 1982 agiert. Seitdem "beschäftigen wir in der Stadtverwaltung und den Betrieben Weidens Mitarbeiter mit Handicap", betont Grundler. Weiter erklärt er: "Diversity und Inklusion - das war also für uns bereits ein Thema, als die Worte hierzulande noch weitestgehend auf Unverständnis stießen." Und er nennt Zahlen.

Aktuell arbeiten demnach 726 Menschen bei der Stadt, darunter seien 81 mit Schwerbehinderung. Sie machen damit über 11 Prozent der Beschäftigten aus "Eine stolze Zahl", erklärt die Stadt in einer Pressemitteilung und verweist darauf, dass der Gesetzgeber lediglich eine Beschäftigungsquote von fünf Prozent vorschreibe.

Warum die Quote bei der Stadt Weiden so hoch liegt, erklärt Grundler auch damit, dass die Erfahrungen mit den Beschäftigten mit Schwerbehinderung stets "uneingeschränkt positiv" waren. "Menschen mit Behinderung wollen sich besonders beweisen - und setzen alles daran, den Kollegen nicht zur Last zu fallen." Mit diesem Wissen folgte ein Umdenken bei der Auswahl von Mitarbeitern: "Wir schauten bei Bewerbungen von Menschen mit Behinderung nicht länger darauf, was sie womöglich nicht leisten können - sondern verschoben den Fokus darauf, zu was sie imstande sind." Und das sei eine Menge.

Ein Erfolgsgeheimnis der Stadt in Sachen Inklusion verrät Grundler bei Xing auch: das flexible Arbeitszeitmodell. Zwischen 6.45 und 19 Uhr könne gearbeitet werden. "Dadurch sind Menschen mit Behinderung viel flexibler, Arztbesuche oder Therapien, die behinderungsbedingt durchgeführt werden müssen, zu integrieren."

Ausruhen will sich die Stadt auf diesem Lob aber nicht. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß erklärt: "Das Erscheinen dieses Artikels ist für die Verantwortlichen der Stadt ein Ansporn dafür, den eingeschlagenen Weg der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung weiterzugehen."

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Der vollständige Artikel steht unter:

www.xing.com/news/klartext/668
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