Mahnwache von Amnesty International vor Vestem Haus - "Keineswegs Selbstverständlichkeiten"
Mit Rhythmen für Menschenrechte

Mit Trommeln und Schildern erinnerten Mitstreiter von Amnesty International am Donnerstag, dem Tag der Menschenrechte, dass noch immer viele Menschen weltweit Unrecht erleiden müssen. Bild: Götz

Nach links geht's zum Christkindlmarkt. Nach rechts zum Weihnachtseinkauf in der Reger-Straße. Und mittendrin steht Veit Wagner und fragt: "Will jemand noch ,Todesstrafe' nehmen?" Dem Sprecher der lokalen Gruppe von Amnesty International (AI) ist durchaus bewusst, dass das nicht so ganz passt in die vorweihnachtseinkaufliche Innenstadt. Trotzdem verteilt er am Donnerstag vor dem Vesten Haus Schilder an AI-Mitstreiter, auf denen sie eben "Todesstrafe" anprangern, "Folter" oder "willkürliche Inhaftierung". Die gut 30 Aktivisten stehen da anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember. "Wir wollen heute aufmerksam machen, dass diese Rechte keineswegs Selbstverständlichkeiten sind", so Wagner. Zumindest in vielen Ländern der Welt nicht.

AI hat deshalb auch parallel eine Briefkampagne gestartet. Die Weidener können dabei politische Machthaber auffordern, zu Unrecht Inhaftierte freizulassen. Ab nächster Woche steht ein entsprechender Briefkasten mit Unterlagen im Neuen Rathaus. Am Donnerstag trommelt Amnesty aber erst einmal rhythmisch in der Innenstadt und bringt so zumindest ein paar Passanten zum Stehenbleiben und sichtlich zum Nachdenken. Weit weg von der Adventszeit sei die Botschaft der Menschenrechte schließlich nicht, wie Wagner erklärt: "Die Weihnachtsbotschaft ist ja auch eine des Friedens."
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