Mallersrichter Feuerwehr zieht Bilanz
"Löschteufel" teuflisch aktiv

Für langjährige treue Dienste erhielten sechs Mitglieder Auszeichnungen bei der Mallersrichter Wehr. An der Spitze Hermann Schätzler (Fünfter von links), der bereits seit vier Jahrzehnten vollen Einsatz zeigt. Bild: R. Kreuzer

Mit Erstaunen hörten die Mitglieder der Mallersrichter Feuerwehr von den zahlreichen Aktivitäten ihrer Jugendgruppe. 20 Termine standen für die "Löschteufel" im vergangenen Jahr an. Die Erwachsenen hatten einen Ernstfall zu meistern.

Mallersricht. (kzr) Kommandant Reinhold Drechsler berichtete in seinem Jahresrückblick von einem Wohnhausbrand, zu dem die Mallersrichter Wehrmänner ausrückten. Daneben gab es 12 Übungen, 3 Absperrmaßnahmen und 2 Digitalfunk-Schulungen. Die Aktivitäten des Nachwuchses zeigten Jugendleiter Martin Beutner und Daniel Schmidt auf. Zwölf Jugendliche trafen sich zum Bowlen, Ramadama, um bei Veranstaltungen der Erwachsenen mitzuhelfen, aber auch zu Übungen in der Brandschutzwoche oder im Umgang mit dem Digitalfunk.

Aktuell 24 Aktive


Vorsitzender Hans Scharbauer erinnerte in der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus an die vielen Veranstaltungen vom Maibaumaufstellen bis zum Dorffest. Kommandant Reinhold Drechsler verwies auf eine Einsatzstärke von 24 Aktiven, davon 10 ausgebildete Maschinisten und 5 Atemschutzträger. Umgebaut werden soll nach seinen Worten die alte Tragkraftspritze, die zwar noch im gutem technischen Zustand sei. Bei der Übung im vergangenen Jahr habe sich aber gezeigt, dass sie aktuell nicht einsetzbar sei, da es in Maierhof keinen Hydranten gebe, sondern nur einen Löschteich. Die Spritze sei jedoch auf einen Anhänger montiert, der nicht in den Teich gefahren werden könne. "Auf einen Schlepper montiert, wäre das möglich", sagte Drechsler.

So könnte die Tragkraftspritze auch für Einsätze genutzt werden. "Eine technische Vorrichtung würden wir anschweißen. Wir brauchen nur die Genehmigung für diese Änderung", bat er an Stadtbrandinspektor Ludwig Grasser gewandt. Der versprach, sich zu diesem Thema kundig zu machen. Gleichzeitig unterstrich er in seinem Grußwort, dass die Stadtfeuerwehr im vergangenen Jahr 1000 Einsätze gefahren habe. "Das wird auch heuer wieder so sein. Dann brauchen wir auch wieder eure Hilfe." Auch bei den Einsätzen für die Flüchtlinge seien die Ortsteilfeuerwehren gefordert, sagte Grasser. Was den Digitalfunk betreffe, seien die Geräte zwar in allen Fahrzeugen einsatzfähig, doch die Integrierte Leitstelle sei technisch noch nicht so weit, weil eine Zulieferfirma in Konkurs gegangen war.

SPD-Fraktionschef Roland Richter erklärte, dass die Aufstockung der Personalstärke bei der Feuerwehr belegt, dass die Stadt großes Interesse am Schutz der Bürger habe. "Es kommen aber noch weitere Aufgaben auf uns zu, weil die Einsatzzeit für das neue Gewerbegebiet nicht eingehalten werden kann", sagte Richter. Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner dankte den Ehrenamtlichen namens der CSU für ihren Einsatz.

Sechs Ehrungen


Seit 40 Jahren ist Hermann Schätzler in der Wehr aktiv. Für diese lange Zeit erhielt er die Staatsehrung und das Ehrenzeichen in Gold aus den Händen von Richter und Grasser. 30 Jahre sind Anton Wolfbauer und Reinhold Drechsler im Vorstand und in der Wehr engagiert. Für 25 Jahre wurden Christian Beutner und Markus Hägler ausgezeichnet, für 20 Jahre Günter Froehling.
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