Mann vom Schlüsseldienst greift Kundschaft an
Ausgesperrt und abgewatscht

(Foto: dpa)

Sesam öffne dich: Na, wenn's so einfach wäre, hätte sich der 25-Jährige den Anruf bei der Hotline des Schlüsseldienstes sparen können, der ihm am Samstag gegen 15 Uhr noch mächtig Ärger und eine Schlägerei vor seiner Wohnungstür einbringen sollte.

Dabei begann alles recht friedlich: Der Handwerker eilte nach dem Anruf zum ausgesperrten Anwohner an der Königsberger Straße - und verlangte Geld. 300 Euro Vorkasse sollte der 25-Jährige leisten. Dem schien die Forderung überteuert. Auch hatte er gar nicht so viel Bargeld einstecken. Also weigerte er sich zu bezahlen. Mit Erfolg. Der Schlüsseldienst-Vertreter ließ mit sich verhandeln, die Rechnungssumme schraubte sich weiter nach unten. Dem Weidener aber war's nicht genug Nachlass. Das wiederum provozierte den Handwerker derart, dass er auf den Kunden losging. Er drückte ihn gegen die Wand, drohte ihm, ihn umzubringen und ihm seine persischen Freunde auf den Hals zu hetzen. Der 28-jährige Bekannte des Ausgesperrten wollte schlichten. Vergeblich. Für den Versuch kassierte er eine Ohrfeige. Die Weidener riefen daraufhin die Polizei, der Handwerker nahm Reißaus - und die Tür blieb zu.

Aktuell sucht die Polizei nach dem Herrn vom Schlüsseldienst. Dazu klingelt sie wohl selbst bei der Hotline durch. Zuvor aber verhalfen die Beamten dem Mann zu einem ortsansässigen Schlüsseldienst. Mit dessen Konditionen war der Ausgesperrte übrigens einverstanden.
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