Marihuana abgegeben
Schüler jetzt clean

(rns) Wenn er bis zum 1. Dezember 32 gemeinnützige Arbeitsstunden ableistet, wird das Verfahren eingestellt und er gilt als nicht vorbestraft. Gnädig verfuhren Jugendrichter Otmar Schmid und Staatsanwaltschafts-Gruppenleiter Peter Frischholz mit einem 19-Jährigen aus dem Landkreis Neustadt/WN. Der junge Mann hatte Ende letzten Jahres einem Bekannten in Grafenwöhr zwei Mal Marihuana verkauft. Insgesamt etwa fünf Gramm.

Der ledige Schüler, im Gerichtssaal begleitet von Mutter, Freundin und Bruder, zeigte sich geständig und reuig. Er habe nichts an dem Rauschgift verdient. Für 15 Euro pro Gramm habe er es gekauft und zum gleichen Preis an seinen Kumpel abgegeben. Es sei ein "Freundschaftsdienst" gewesen. Gekauft habe er das Zeug zum Eigenverbrauch. Mittlerweile konsumiere er aber nicht mehr, da er für den Erwerb des Führerscheins nachweisen müsse, dass er "clean" sei. Ursprünglich habe er "aus Neugier" den Kontakt zu Drogen gesucht.

Da der, von Rechtsanwalt Engelbert Schedl vertretene Angeklagte das erste Mal vor Gericht stand, schlug Richter Schmid vor, dass man es mit 32 Arbeitsstunden als "erzieherische Maßnahme" bewenden lassen könnte. Staatsanwalt und Verteidiger stimmten zu.
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Sara Nelißen aus Kastl bei Kemnath | 04.10.2016 | 15:46  
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