Marsch der Verbundenheit kam bei Bevölkerung sehr gut an
Reservistendienstleistungstage 2017 erhöhen

MdB Albert Rupprecht (Mitte) im Gespräch mit den Reservisten. Im Bild: Landesvorsitzender Prof. Dr. Friedwart Lender (rechts), Stellvertreter Johann Schmidt (Zweiter von links), Kreisorganisationsleiter Günter Bogner (links) und Kreisschriftführer Peter Zielonka. Bild: Dobmeier

(rdo) Ende August waren die Reservistendienstleistungstage 2016 der 2500 Dienstposten bereits absolviert. Darum fordert der Reservistenverband eine Aufstockung auf 3500 Dienstposten für das Jahr 2017.

Grund dafür sah der Reservistenverband Weiden im eingeführten Dienstzeitenausgleich, der für einen aktiven Soldaten am Wochenende zwei dienstfreie Tage unter der Woche vorsieht. Dies solle die Attraktivität des Berufs Soldat in der Bundeswehr steigern. Die Reservisten hätten überdies mit der sinkenden Akzeptanz von Arbeitgebern ihre Mitarbeiter für den Reservistendienst freizustellen zu kämpfen. Dies verschärfe die Situation noch weiter, da viele Übungseinsätze und Veranstaltungen deshalb unter der Woche mit der aktiven Truppe stattfinden.

Dies war ein Thema im Gespräch über die Sorgen und Nöte der Reservisten. Dazu traf sich der CSU-MdB Albert Rupprecht mit dem Nürnberger Prof. Dr. Friedwart Lederer, bayerischer Landesvorsitzender des Reservistenverbandes, dessen Stellvertreter Johann Schmidt aus Waldmünchen sowie Kreisorganisationsleiter Günter Bogner und Kreisschriftführer Peter Zielonka in der Ostmark-Kaserne. Erfreut zeigten sich die Gesprächspartner über die Akzeptanz der Bevölkerung beim "Marsch der Verbundenheit" durch die Oberpfalz. In Weiden erhielten die Soldaten Applaus. Auch in Eslarn und anderen Städten herrschte "Willkommenskultur" für die Einheiten.

Uneinheitliche Handhabungen gibt es in der Oberpfalz bei den Mitbenutzerverträgen in den Bundeswehrschießanlagen für Reservisten. In Weiden funktioniere die Zusammenarbeit immer besser, berichtete Bogner, aber am Standorten Pfreimd hapert es noch. Man habe die geforderten 300 Munitionssorten an das zuständige Landeskommando in München übermittelt. Prof. Lender vermisste die Umsetzung der Mitbenutzerverträge.

Hohe Hürden stelle die Gesundheitsprüfung für Reservisten dar. Lender befürwortete einen Zwei-Jahres-Rhythmus, der ausreiche. Rupprecht möchte hier parlamentarischen Einfluss nehmen.

Wehrpflicht "kein Thema"


Johann Schmidt fragte, ob die ausgesetzte Wehrpflicht wieder eingesetzt werde, wie etwa in Schweden. Rupprecht sah das in Deutschland in absehbarer Zeit als "kein Thema". Es wäre aber eine Diskussion im europäischen Kontext wert, meinte der Parlamentarier.
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