Maßschneider Andreas Moller neu in der Ringstraße
Werkstatt und Shop unter einem Dach

Im neuen Büro von Andreas Moller, hinten am Eck, steht ein Schwarzweißfoto. Es zeigt die 1822 gegründete Herrenschneiderei von Josef Moller Hinter der Schanz. Im Haus waren Verkauf und Werkstatt unter einem Dach. So wie es Josefs Nachfahre Andreas Moller, Maßschneider in der vierten Generation, nun wieder hat. Der 46-Jährige ist mit seinem "bespoke"-Shop von der Postgasse in die Ringstraße gezogen.

Weite Fensterfront, "einfach offener", wie Moller sagt - und: mehr Platz. Den nutzt der deutschlandweit bekannte Couturier nicht nur für die Verkaufsfläche, sondern auch für einige Neuerungen. Unter anderem entsteht ein abgetrennter Raum, in dem Moller sich mit Kunden zum Besprechen zurückziehen kann. Außerdem belegt das Grafik-Büro von Mollers Partnerin Manuela Schläger ein Zimmer. Vor allem aber ist nun auch die Werkstatt, die zuvor in der Mooslohe war, wieder beim Shop untergebracht. Eine Gesellin, drei Lehrlinge und häufig auch Praktikanten von der FOS arbeiten hier. Abgeschnitten vom Shop sind sie bewusst nicht. Besucher können einen Blick in die Werkstatt werfen. Diese Einsehbarkeit "war mir wichtig", erklärt Moller. Billigware anderswo entstehe ja oft auf Kosten anderer, aber die wenigsten wollen Notiz davon nehmen. Hier dagegen könne man ein Kunsthandwerk erleben. "Ich will zeigen, wie aufwendig, wie komplex Schneiderei eigentlich ist." Bild: Schönberger
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