Mehr Einsätze für die Feuerwehren
Rettungs-Zweckverband: Für die Kommunen wird es deshalb teurer – Haushalt abgesegnet

Weiden/Neustadt. Weil die Einsätze für die Feuerwehr mehr und den Rettungsdienst weniger geworden sind, verschiebt sich 2016 der Fachdienstschlüssel. Er ist maßgeblich für die Höhe der staatlichen Zuschüsse für den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz. Als Folge kommen auf die Kommunen Mehrkosten zu.

Die Verlagerung des Schlüssels zulasten des Gemeindeanteils führte Geschäftsleiter Alfred Rast in der ZRF-Sitzung auf eine wesentliche Steigerung der Einsatzzahlen bei der Feuerwehr im Jahr 2014 zurück. Sie kletterten um 691 oder 18,4 Prozent auf 4466 Einsätze. Im selben Zeitraum nahmen die Einsätze des Rettungsdienstes nur um 4,5 Prozent zu - von 46 123 auf 48 198.

Umlage: 5,06 Euro


Nach den Entgeltverhandlungen mit den Sozialversicherungsträgern wurde der Anteil des Rettungsdienstes heuer auf 68,6 Prozent (Vorjahr: 71,1) festgelegt, der der Feuerwehr auf 31,4 (Vorjahr: 28,9). Da den Feuerwehranteil die Kommunen tragen müssen, ergibt sich eine Mehrbelastung von 113 000 Euro. Den Rettungsdienst finanzieren die Kassen. Die Verbandsumlage wird nach dem Verhältnis der Einwohnerzahlen erhoben. Am meisten zahlt Neustadt (482 791 Euro, 45,3 Prozent). Dann folgt Tirschenreuth (371 561 Euro, 35,9 Prozent) vor Weiden (211 059 Euro, 19,8 Prozent). Die Umlage beträgt somit pro Einwohner und Jahr 5,06 Euro.

Der Haushaltsplan für das laufende Jahr umfasst im Verwaltungs- knapp 3,2 Millionen und im Vermögensetat 343 600 Euro. Das Gesamtvolumen liegt um 138 443 Euro oder 3,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus der allgemeinen Rücklage werden zum Abgleich 90 000 Euro entnommen. Neue Kredite sind nicht erforderlich. Die Schulden, verursacht durch den Bau der Luftrettungsstation in Latsch und der Rettungswache in Weiden, betrugen zum Jahresbeginn 3,8 Millionen Euro. Bis Ende 2016 werden sie auf 3,6 Millionen Euro reduziert.

Kein neues Personal


In diesem Jahr sind, wie schon 2015 auch, keine Einstellungen geplant. Es bleibt bei 55,5 Stellen. Die Personalkosten klettern aber trotzdem um 3,6 Prozent oder fast 60 000 auf 2,3 Millionen Euro. Dafür ausschlaggebend sind die tarifliche Anpassung und Stufensteigerung.
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