Mehrzweckhalle: Wiedereröffnung zum neuen Schuljahr
Sportboden hängt in den Seilen

Die Mehrzweckhalle nach dem Auszug der Flüchtlinge im April. Inzwischen ist der Boden gereinigt - und dennoch alles andere als topfit. Bild: Götz

Mitte September sollen die Sportler in die Mehrzweckhalle zurückkehren. Die nächste Zwangspause ist dabei bereits absehbar: Ein neuer Boden muss her.

Seit einem Dreivierteljahr muss Weiden ohne Mehrzweckhalle auskommen. Die Flüchtlinge haben die Notunterkunft zwar schon im März geräumt, doch die Rückverwandlung in eine Sport- und Konzertstätte braucht Zeit. "Rechtzeitig zum Schulbeginn im September" sollen die dringendsten Baumaßnahmen nun abgeschlossen sein, heißt es auf eine CSU-Anfrage hin in einem Vorlagebericht der Verwaltung. Schulklassen und Vereine könnten dann wieder in der Halle Sport treiben. Ideale Bedingungen werden sie allerdings nicht vorfinden.

Das Bauamt berichtet von "gravierenden Schäden des Bodens", die jedoch nicht vom Betrieb als Notunterkunft herrührten. Im einzelnen: "Die Unterkonstruktion (Holzschwingboden) des Sportbodens ist in Teilbereichen gebrochen und hängt durch. Der Oberbelag (Linoleum) ist altersbedingt mürbe und in Teilbereichen gerissen. Er weist Fehl- und Reparaturstellen auf. Die Verschweißungen haben sich gelöst. Dadurch entstehen Stolperstellen. Die Linierung ist durch langjährige Nutzung stark verschlissen. An einigen Stellen zeigen sich Druck- und Brandstellen (durch Zigarettenstummel o. ä.). Die umlaufende Holzsockelleiste ist an mehreren Stellen gebrochen."

Fazit: Der Boden weise einen "altersbedingt schlechten Zustand" auf und sei "mittel- bis kurzfristig sanierungsbedürftig". Kostenpunkt, einschließlich Einbau der heute üblichen Fußbodenheizung: rund 500 000 Euro.

Eine Reinigungsfirma machte den Boden nach dem Auszug der Flüchtlinge sauber, ebenso die Wände im Erdgeschoss. Laut Verwaltung fand sie den Hallenboden "stark verschmutzt" vor, unter anderem durch Kaugummis. Die Rechnung hat die Stadt an die Regierung der Oberpfalz weitergeleitet. Seit März läuft die Sanierung der Sanitäranlagen im Obergeschoss: Wegen Legionellenbefalls müssen die Leitungen ausgetauscht werden (wir berichteten). "Dabei werden aufgrund des vorgegebenen Budgets nur die unmittelbar betroffenen Bereiche wie Dusch- und WC-Räume und die zugehörigen Leitungen saniert", informiert die Verwaltung. Umkleiden und Flure bleiben unangetastet. Falls die Finanzmittel reichen, sollen noch die verunreinigten Wände gestrichen werden. Verschmutzt seien sie jedoch bereits vor dem Einzug der Asylbewerber gewesen.

Thema im Stadtrat


Als Notunterkunft komme die Mehrzweckhalle momentan nicht infrage, teilt die Stadt mit. Erst müsste die Sanierung im Obergeschoss abgeschlossen sein. Den Bericht diskutieren die Stadträte am Montag, 25. Juli. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Neuen Rathaus.
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