Meingast nicht mehr Bezirksvorsitzender - Schreiber kommisarischer Chef
Ära endet bei Kaninchenzüchtern

Nach 18 Jahren ist Schluss: Ernst Meingast (vorne, links) hört auf als Bezirksvorsitzender der Rassekaninchenzüchter. Kommissarischer Nachfolger ist Wolfgang Schreiber (Zweite Reihe, Mitte). Zu den Geehrten zählte mit Markus Gründl (vorne) auch ein Nachwuchszüchter. Bild: R. Kreuzer

Eigentlich läuft es bei den Oberpfälzer Rassekaninchenzüchtern. In ihrer Disziplin sind sie teils europaweit spitze. Trotzdem stehen bei ihnen Veränderungen an. Der langjährige Chef hört auf. Immerhin, der Nachfolger hat schon viel Erfahrung.

18 Jahre lang führte er ehrenamtlich die Oberpfälzer Rassekaninchenzüchter: Nun legte Bezirksvorsitzender Ernst Meingast (Neunburg vorm Wald) aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Neuwahlen stehen im nächsten Jahr an. Unterdessen übernimmt Wolfgang Schreiber (Erbendorf) kommissarisch den Chefposten. Einstimmig wählte ihn die Versammlung in der Gaststätte Strehl. Vorwissen hat er genug: Seit 22 Jahren schreibt er die Protokolle im Bezirksverband.

In seinem letzten Rückblick erinnerte Ernst Meingast, dass sich der Bezirksverband in fünf Kreisverbände mit 51 Ortsvereinen, 3 Frauengruppen sowie 6 Spezialklubvereinigungen gliedert. Weiter hat sich eine Gruppe im Verband der Bayerischen Preisrichtervereinigung etabliert. Dem Verband gehören 1766 Mitglieder an. Höhepunkt war im abgelaufenen Zuchtjahr die 29. Oberpfälzer Rassekaninchenschau in Hemau mit 900 Tieren.

Freude und Qualität


In seinem Statement zollte Erwin Leowsky aus Münchberg, Landesvorsitzender und Präsident des Zentralverbands Deutscher Rassekaninchenzüchter, Respekt für die Arbeit der Funktionäre. "Die Züchter haben Freude an den Ausstellungen, das zeigen sie immer wieder. Ihr qualitatives Tiermaterial ist hervorragend." In seinen Bericht ging er auf die Neuerungen ein, mit denen die Züchter in Zukunft konfrontiert werden. Dazu gehört der gesetzlich vorgeschriebene Sachkundenachweis, den jeder künftige Züchter, der der Organisation beitritt, ab heuer über die Kreiszuchtwarte erbringen muss.

Zuchtwart Albert Zwicknagel gab bekannt, dass 482 Zuchten angemeldet sind. Im Bestand sind 1515 Häsinnen und 893 Rammler, aus denen wurden 8737 Jungtiere gezogen. Unter den Top Ten sind 787 Blaue Wiener, 471 Großchinchilla, 429 rote Neuseeländer. Weiter 390 wildfarbene Deutsche Riesen, 380 graue Wiener wildfarben, 370 Castor-Rexe, 369 helle Großsilber, 368 Alaska und 357 Deutsche Riesenschecken.

Urkunden reichte er weiter an die Züchter, die auf der Europaschau in Metz Wertungen erhielten. Europachampion wurden Maximilian Pamler (Oberviechtach), Markus Grillenbeck (Berching) und Friedrich Kohr (Erbendorf). Europameister sind Martin Heimgärtner und Maximilian Pamler (Oberviechtach). Die Urkunde mit dem Titel Bundessieger bei der Bundesschau in Kassel erhielten: Markus Grillenbeck, Ilona Renner, Manfred Schlagenhaufer, Michael Völkl, Christoph Wanninger. Für die Jugend holten Markus Gründl (Mitterteich) und Simone Völkl (Oberviechtach) eine Wertung.

Bezirksjugendleiterin Gabriele Feldbauer berichtete von 317 Jugendlichen, ein Minus von 24. Aufgelöst hat sich die Jugendgruppe Sulzbach-Rosenberg, keine Jugendlichen haben die Vereine Weiherhammer und Erbendorf. Der Kreis Tirschenreuth hat 97 Jugendliche, Weiden 92, Schwandorf-Cham 86, Regensburg 41 und Amberg 1.

Verbindendes Hobby


Berichte legten Anna Müller für die Arbeitsgruppe Handarbeit- und Kreativgruppen sowie Preisrichtergruppenleiter Markus Grillenbeck vor. Er habe noch elf aktive Preisrichter, denen im Vorjahr mehr als 5000 Kaninchen vorgestellt wurden. In ihrem Grußwort lobte Stadträtin Dagmar Nachtigall, dass die Züchter verschiedene Generationen in das Hobby einbinden. Außerdem überbrachte sie die Grüße des Oberbürgermeisters und des anwesenden Stadtrats Hans-Jürgen Gmeiner. Termine: Die 28. Europaschau in Metz (Frankreich) ist vom 13. bis 15. November, auch die 32. Bundeskaninchenschau in Kassel wird vom 19. bis 20. Dezember beschickt.
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