Meister Adebar zurück im Horst auf Altem Rathaus
Es klappert wieder in der Altstadt

Die mediale Aufmerksamkeit nach seiner Ankunft im Weidener Horst kratzt den Storch wenig. Bild: Schönberger

Nur der frühe Vogel fängt den Frosch: Gemäß dieser Weisheit landete Meister Adebar bereits am Freitag - und damit 14 Tage früher als gewöhnlich - in seinem Horst auf dem Alten Rathaus. Ob der Storch wohl weiß, dass es ab Sonntag wärmer werden soll in der Stadt? "Er weiß jedenfalls, dass der Winter bislang kein Winter war", sagt Storchenhorstbetreuerin Helga Bradatsch. Also nutzte der Vogel wohl die günstigen Winde, sprich Rückenwind, für seinen Anflug. "Entspannt steht er nun in seinem Horst, er bewegt sich leger", sagt Helga Bradatsch und folgert daraus: "Der kennt sein Revier. Das ist unser Männchen."

Und das hat nun viel zu tun. "Es richtet die Wohnung für die Storchenfrau her, renoviert ein wenig." Ab wann beide gemeinsam auf dem Alten Rathaus klappern, kann die Fachfrau vom Landesbund für Vogelschutz nicht sagen. "Mitunter kam der Storchenmann vormittags und die Frau nachmittags." Meist dauere es aber bis zu 14 Tage. Schließlich verbringen die Partner die Winter nicht miteinander. Stattdessen genießen sie nach einer sehr intensiven Paarungszeit und der Aufzucht der Jungvögel, die zwischenzeitlich auf ihren eigenen langen Beinen stehen, eine Art Beziehungsurlaub. "Die Eltern brauchen sich also um nichts Sorgen machen, erholen sich getrennt und treffen sich dann wieder im gemeinsamen Nest in Weiden", bilanziert Bradatsch und meint: "Also ich find's gut so."
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