Melanie Dirscherl und "Faron" bestehen Prüfung für Rettungshunde
Auf der Spur der Vermissten

Streicheleinheiten hat sich Rettungshund "Faron" verdient: Mit Melanie Dirscherl (Dritte von rechts) freuen sich die Führungskräfte des Roten Kreuzes. Von links: Stellvertretende Kreisgeschäftsführerin Edeltraud Sperber, Kreisbereitschaftsleiter Sandro Galitzdörfer, Bereitschaftsleiter Gerd Kincl und Direktor Franz Rath. Bild: hcz

Eine Person ist verschwunden. Das Schlimmste ist zu befürchten. In solchen Fällen helfen Melanie Dirscherl und ihr Hund "Faron". Die beiden bilden ein Gespann, das einzigartig in der Region ist.

Zehn Hunde stellten sich bei der "Frühjahrs-Flächenprüfung" für Rettungshunde den strengen Blicken der Prüfer. Nur vier bestanden. Darunter Melanie Dirscherls Hovawart "Faron". "Eine ältere, weibliche Person ist vom Spaziergang nicht nach Hause gekommen. Herzprobleme sind bekannt." So lautete das Szenario für die Prüfung, wie es auch in der Realität der Polizei oder dem Rettungsdienst häufig gemeldet wird. In solchen Fällen informiert die Integrierte Leitstelle (ILS) die BRK-Rettungshundestaffel. Und genau so wurde die Situation auch bei der Prüfung in Dingolfing gestellt: "Faron" bekam eine Geruchsprobe und musste eine 24 Stunden alte Spur verfolgen.

Zwei Kilometer durch ein Industriegebiet, eine Wohnsiedlung und dann über Felder in Richtung einer Autobahn. Traumhaft sicher meisterten der Hovawart und seine Hundeführerin die Aufgabe. Nach 70 Minuten hatte "Faron" die "vermisste Person" aufgespürt. Dirscherl musste anschließend noch Erste Hilfe leisten und über Funk einen Notruf absetzen. Die Leiterin der Rettungshundestaffel der BRK-Bereitschaft Weiden und ihr "Faron" sind das einzige geprüfte und einsatzbereite "Mantrailer"-Team in ganz Niederbayern/Oberpfalz. Bei Bedarf werden die Vohenstraußerin und ihr Hund über die ILS Weiden alarmiert. Die 2010 gegründete Rettungshundestaffel verfügt nun über fünf geprüfte Flächensuchhunde und mit Dirscherls "Faron" über einen "Mantrailer" (Personenspürhund). Unter optimalen Bedingungen kann dieser die Spur eines Menschen bis zu 14 Tage lang nachverfolgen.
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