Metzgerei Hausner-Filiale in der Fichtestraße hört zum Jahresende auf
Edeka-Markt droht die Schließung

"Wir sind nicht bestrebt, diesen Markt zu schließen", betont Matthias Luger. Noch ist er auf der Suche nach einem Ersatz für die Metzgerei-Filiale, die zum Jahresende auszieht. Sollte ihm kein Erfolg beschieden sein, wird er sein Geschäft allerdings auch nicht mehr weiter betreiben. Bild: Wilck

In diesem Fall geht es im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst. Die Hausner-Filiale im Edeka-Markt neben dem Neue-Welt-Kinocenter hat ihren Vertrag als Untermieter zum 31. Dezember gekündigt. Unter den Anwohnern am Rehbühl herrscht große Aufregung. Denn jetzt machen bereits Gerüchte die Runde, dass der Edeka-Markt zum Jahresende komplett schließt.

"Noch nichts entschieden"


"Da ist noch gar nichts entschieden", wiegelt Matthias Luger ab. Er betreibt den Markt seit mittlerweile 13 Jahren. "Bis jetzt steht nur fest, dass die Hausner-Filiale zum Jahresende rausgeht." Er sei deshalb auf der Suche nach einer anderen Metzgerei. Bisher ohne Erfolg. Trotzdem will er die Hoffnung nicht aufgeben. "Wir werden uns bemühen, noch jemanden zu finden. Wir sind nicht bestrebt, diesen Markt aufzugeben."

Doch zugleich weist er darauf hin, dass die Gegebenheiten vor Ort äußerst ungünstig seien. "Wir bräuchten mehr Parkplätze und mehr Verkaufsfläche." Edeka habe sich deshalb bereits vor Jahren aus dem Mietvertrag verabschiedet, den er dann übernommen habe. "Edeka wollte neu bauen. Wir hatten schon mehrere Standorte angedacht, aber das wurde jedes Mal abgelehnt."

Für die Bewohner der nahe gelegenen Altenwohnanlage und der Wohnungen der Baugenossenschaft Familienheim ist der Edeka-Markt eine wichtige Anlaufstelle. Viele sind mit dem Rollator unterwegs, nicht mehr so mobil, scheuen den Weg zum Rewe-Markt in der Peuerlstraße, weil sie dann diese stark befahrene Straße überqueren müssten.

Dazu kommt, dass der Lebensmittelladen in der Fichtestraße aktuell neben Bäckerei und Metzgerei auch eine Servicestelle der Post und eine Lotto-Annahmestelle beherbergt. Für die Anlieger insgesamt also eine segensreiche Einrichtung. Für Matthias Luger, auf lange Sicht betrachtet, aber unrentabel. "Mit 300 Quadratmetern Verkaufsfläche und nur Rollatorfahrern lässt sich kein Markt ewig betreiben", erklärt er. Die Bewohner hätten es außerdem selbst in der Hand: Viele würden lieber zum Discounter fahren. Geld, das in der Kasse des Edeka-Marktes fehle.

"Der Standort ist nicht gewinnbringend zu betreiben." Mit diesem Argument begründet auch Geschäftsführerin Carolin Hausner gegenüber dem NT die Schließung der Metzgerei-Filiale. Matthias Luger ist - wie gesagt - noch auf der Suche nach Ersatz. Sollte er scheitern, will auch er den Markt zum Jahresende schließen. Die Entscheidung wird nach seinen Worten in den nächsten zwei Monaten fallen.
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