Mit Longboard und Liegerad zur Schule
Rollen statt parken

Sportlich, sportlich: Christian Wolf (Informatik und Wirtschaft) fährt mit dem Longboard zur Schule. Kollege Michael Suckart (Mathe und Physik) bevorzugt ein Liegerad. Bild: mic

Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, kann ein Lied davon singen: Staus, die lästige Parkplatzsuche und Spritkosten können manchmal ganz schön nerven. Zwei Lehrer der FOS/BOS lassen ihren Wagen deshalb lieber zu Hause stehen.

Christian Wolf fährt mit dem Longboard zur Schule. Und wenn's in der Früh mal regnet, klemmt sich der 54-Jährige sein Brett unter den Arm und nimmt den Bus. "Dann kann ich am Nachmittag immer noch nach Hause rollen." Wolf ist nicht der einzige aus dem Kollegium mit einem ungewöhnlichen Gefährt. Michael Suckart (29) kommt mit dem Liegerad.

An der FOS/BOS wundert sich niemand mehr. "Die Schüler sind begeistert", erzählt Wolf, der Informatik und Wirtschaft unterrichtet. "Nachdem ich die ersten Male mit dem Board zur Schule gekommen bin, haben das ein paar Jungs aus dem Technikzweig auch gemacht." Suckart geht es ähnlich. Der Mathe- und Physiklehrer unterrichtet erst seit Herbst in Weiden. Zuvor absolvierte er ein Referendariat in Nürnberg. "Viele haben sich interessiert und nachgefragt." Sogar der Hausmeister wollte das Liegerad einmal ausprobieren.

Begeisterter Boarder


"Natürlich könnte ich auch das Fahrrad nehmen", gibt Wolf zu. "Doch als begeisterter Boarder gefällt mir das besser." Im Winter schwingt sich der sportliche Lehrer gerne aufs Snowboard, im Sommer gehört Windsurfen zu seinen Leidenschaften. "Das Longboard wird ähnlich gesteuert wie ein Snowboard. Das selbe Feeling. Wollen Sie's mal ausprobieren? Geht ganz einfach", bietet er der Pressevertreterin an.

Beide Lehrkräfte wohnen in Weiden. Wolf muss mit seinem Longboard etwa zwei Kilometer von Weiden-Ost an den Hetzenrichter Weg zurücklegen. Suckart radelt täglich von der Stadtmitte zur FOS/BOS. "Schön, wenn man nicht für jeden Weg das Auto braucht", sind sich die beiden einig. Auch Suckart nutzt sein Liegerad für sportliche Aktivitäten. "Es fährt sich ein bisschen anders, als ein normales Rad."

Auf der Straße schwierig


Allerdings eignet sich das ungewöhnliche Gefährt nur bedingt für den Straßenverkehr. "Man wird von den Autofahrern zu wenig gesehen." Deshalb will der Mathelehrer sobald wie möglich ein Fähnchen anbringen: "Das habe ich schon bestellt."

Dass viele sein Fortbewegungsmittel bestaunen, ist Wolf klar. Für ihn geht es nicht nur darum, das Auto öfter mal stehen zu lassen, sondern sich einfach mal zu trauen, neue Dinge anzugehen. "Das möchte ich meinen Schülern mit auf den Weg geben. Sich aufraffen, etwas ausprobieren. Das ist auch das Motto unserer Schule."
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