Mix-Markt ersetzt bisherigen Lebensmittelmarkt im Stadtteil Hammerweg
"Nah und gut" rückt in weite Ferne

Filialleiter Werner Sommer geht zum 1. November in Rente. Die von ihm geleitete Filiale von "Nah und gut" im Stadtteil Hammerweg schließt bereits einige Wochen früher und wird ab Anfang November durch einen Mix-Markt ersetzt. Bild: Götz

Es gab sogar schon ältere Kunden, die haben an der Kasse geweint, erzählt Filialleiter Werner Sommer. Der Lebensmittelmarkt "Nah und gut" im Stadtteil Hammerweg war für sie mehr als eine reine Versorgungsstation. "Einige kamen immer zur selben Zeit, haben sich bei uns getroffen. Das war für sie ein Stück Lebensinhalt." Doch Ende September wird der Markt geschlossen.

"Das Geschäft lief gut. Wir hätten keinen Grund gehabt, aufzuhören", sagt Sommer. Die Räumlichkeiten in der Pfeifferstraße 2 haben allerdings schon vor längerer Zeit den Besitzer gewechselt. Jetzt will die Firma Mix GmbH dort einen Mix-Markt eröffnen. 36 Filialen gibt es bereits in Bayern, 160 deutschlandweit. Mutterfirma ist die Monolith-Gruppe. Ersatz für "Nah und gut" ist also bereits in Sicht. Der Schwerpunkt des neuen Sortiments wird nach Auskunft von Anatoli Dudnicenko, Geschäftsführer für die Mix-Märkte im Osten Deutschlands, auf osteuropäischen Spezialitäten liegen. "Wir verkaufen aber auch Frischwaren wie Fleisch, Gemüse und Obst."

Das Geschäft in Weiden wird in Kooperation mit einem Partner vor Ort betrieben. Auf der Ladenfläche von 760 Quadratmeter werden mindestens 5000 Artikel angeboten, kündigt Dudnicenko an. "Ende September erfolgt die Objektübergabe, im Oktober der Umbau. Anfang November werden wir den neuen Markt eröffnen."

Die Kunden müssen also nur einen Monat überbrücken. Für die bisherigen Mitarbeiter von "Nah und gut" sieht es nach Auskunft von Werner Sommer übrigens ebenfalls gut aus. "Von den sieben Mitarbeitern haben alle bis auf einen bereits eine neue Anstellung gefunden. Und auch bei diesem einen läuft noch eine Bewerbung." Für den Filialleiter selbst, der seit sechs Jahren bei dem Unternehmen ist und das Geschäft im Hammerweg seit drei Jahren leitete, ist die Zukunft klar geregelt. "Ich bin 65. Ich gehe in Rente."
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