Montessori-Schule Neunkirchen feiert Jubiläum
Lernen durch Neugier und Freude

Zuhörer ließen sich von den Rhythmen immer wieder anstecken. Elvira Kuhl leitete den Schulchor. Bild: sbü

Wenn ein 25. und 15. Geburtstag ansteht, gibt es Grund zum Feiern. Bei der Montessori-Schule wurde dieses Doppeljubiläum mit zahlreicher Prominenz gefeiert.

Seit 25 Jahren gibt es den Förderverein "Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen". Er setzt sich vor allem für "Inklusion in verantwortbarer und sichtbarer Art und Weise ein", wie Betriebsleiterin Gerda Högl-Siegler formulierte. Aus dem Förderverein heraus wurde vor 15 Jahren die Montessori-Schule gegründet. Am Doppeljubiläum gab es von den zahlreichen Ehrengästen Gratulationen und Solidaritätsbekundungen. Auch Schulamtsdirektorin Christine Söllner war beim gut dreistündigen Präsentationsprogramm dabei.

"Die Montessori-Pädagogik hat europaweit Einzug gehalten", stellte OB Kurt Seggewiß fest. "Wir sind stolz, dass wir dazu gehören." Er hoffe auch, "dass die Neunkirchner ihren Frieden mit der Schule gefunden haben". Es sei der besondere Ansatz der Montessori-Schule, die Kreativität der Kinder zu fördern und ihnen beim Lernen positive Gefühle zu vermitteln.

Über die Besonderheiten der Montessori-Pädagogik informierten dann Elternbeiratsvorsitzender Moritz Nickl und Schulleiterin Barbara Beer. "Maria Montessori hat vor 100 Jahren genau die Arbeitsmaterialien entwickelt, die Kinder inspirieren." Die heutige Gehirnforschung habe bestätigt, was Maria Montessori erdacht hat. Was mit Begeisterung gelernt werde, würde auch im Gehirn gespeichert. "Lernen durch Neugier und Freude" sei der beste Weg. Kinder würden als individuelle Persönlichkeiten angesehen, so lerne jedes Kind individuell. Die Geschichte des Fördervereins schilderte Vorsitzende Beate Spickenreuther. Gegründet worden sei dieser als "integrativer Spielkreis". Oberstes Ziel sei Öffentlichkeitsarbeit für Inklusion gewesen. Was vor 25 Jahren noch neu war, hätte heute in alle Kindergärten Einzug gehalten.

Mit einem Programm, wie es für eine Montessori-Schule typisch ist, erfreuten dann die Schülerinnen und Schüler die zahlreichen Besucher, darunter viele ehemalige Schüler. Die Begeisterung der Kinder bei den Vorführungen steckte die Zuschauer an. Sie wurden auch immer wieder in das Programm mit einbezogen. Flotte Tänze, Samba-Rhythmen, ein Feuerwerk der Gaukler, Akrobaten und Jongleure unter Leitung von "Zirkusdirektor" Peter Hofmann wurden vorgeführt. Überraschungsgast war Ludwig Scharnagl als akrobatischer Tänzer. Er gehörte zu den ersten Schülern .
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