Musik, Filme und Köstlichkeiten: Fremdsprachenschulen präsentieren sich mit buntem Programm
Sprachreise um die halbe Welt

Am Tag der offenen Tür boten die Fremdsprachenschulen interessante Einblicke: Auszubildende Tanja Heider (20) dolmetschte bei einer Vorführung von Englisch auf Deutsch. Bild: Schönberger

Von Tschechisch bis Japanisch - wer sowieso gerne reist und Spaß an Sprachen hat, könnte hier seinen Traumberuf finden. Die Berufsfachschule für Fremdsprachen und die Fachakademie für Übersetzen und Dolmetschen boten am Tag der offenen Tür einige Einblicke für Studieninteressierte. Und Appetithäppchen, die man nicht nur hören, sondern auch schmecken konnte.

Italienische Musik erklang, französische Filme waren zu sehen, spanischen Köstlichkeiten zu genießen - das Angebot der Lehrkräfte, Schüler und Studierenden war groß. Jede Gruppe versuchte, die Besucher für ihre Sprache zu begeistern. Während im Französisch-Raum ein spezielles Fernsehmagazin gezeigt wurde, gab es im Spanisch-Zimmer Guacamole, Salsa und Tortillas. Die Tschechisch-Schüler boten unter anderem "kofola" an. So nennt sich das tschechische Pendant zur Cola.

Erst Test, dann Essen


Neben den spaßigen Aktivitäten gab es für die Gäste auch Tests und Rätsel zu bewältigen. "Erst wenn man den Test bestanden hat, darf man ans Büfett", erklärte Schülersprecher Daniel Wellicki schmunzelnd.

In einem anderen Raum debattierte Anke Betz vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer mit ihren Schülern über die Zukunft einer entlaufenen Kuh. Die Schüler schlüpften in die Rollen von Tierschützern, Polizisten und Schlächtern und diskutierten dabei abwechselnd auf Englisch und Deutsch. Gleichzeitig konnten die Besucher über Kopfhörer mitverfolgen, wie die Dolmetscher in ihren Kabinen die Aussagen übersetzten. Die Schule bietet außerdem ein Sprachlabor und einen EDV-Raum, in dem die Schüler das schnelle Schreiben am Computer erlernen.

Am Ende des Tages stand schließlich eine Verlosung an, bei der Patricia Götzer von der Mädchen-Realschule in Schwandorf das Rennen machte. Die Rolle der Glücksfee bei der Verlosung hatte übrigens ein besonderer Gast übernommen: die ehemalige Schülerin Anja Würl. Neben den Ausbildungen zur staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondentin und Euro-Korrespondentin hatte sie auch noch das Abitur gemeistert. Für diese Leistung wurde die 19-Jährige nun geehrt.

Wer an der Berufsfachschule für Fremdsprachen seine Ausbildung absolviert, darf sich anschließend staatlich geprüfter Fremdsprachenkorrespondent oder Euro-Korrespondent nennen. Zur Wahl stehen unter anderem die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Tschechisch, Italienisch. Sogar Japanisch ist seit diesem Schuljahr im Angebot.

Deutsch sei neben den Fremdsprachen für die Ausbildung genauso wichtig. "Es geht schließlich immer in beide Richtungen", erklärt Oberstudienrätin Brigitte Ross.

Partner in England


An der Fachakademie für Übersetzen und Dolmetschen gibt es die Möglichkeit, nach drei Jahren einen Abschluss zu machen, der dem Bachelor gleichgestellt ist. Wer noch ein einjähriges Masterstudium anhängen will, kann dies an der Partneruniversität University of Lancashire in England machen.
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