Musik für 90 Cent
Max-Reger-Briefumschläge kommen bei Sammlern gut an

Besser stempeln gehen als eine geklebt kriegen: Die Bürgermeister Jens Meyer und Lothar Höher verzierten die Briefmarken der Gedenkganzsachen im Alten Rathaus mit eigens angefertigten Reger-Motiven. Bild: Götz

Der Philatelist sagt "Gedenkganzsache", der Laie nennt es frankierter Briefumschlag. Im vorliegenden Fall ist es ein sehr hübscher Umschlag. Er zeigt Instrumente, die in Max Regers Leben eine Rolle gespielt haben plus eher exotisch wirkende Dinge wie Saxofon und Congas. Die Deutsche Post ehrt damit den berühmtesten Weidener zum 100. Todestag.

Sammler griffen im Info-Point des Alten Rathauses bereits am Mittwoch, dem ersten Verkaufstag, eifrig zum Stückpreis von 90 Cent zu. Post-Abteilungsleiterin Sieglinde Ostermeier erklärte, dass es Reger damit nicht zum ersten Mal zum Verschicken gibt. Die DDR erinnerte an den Komponisten 1973 mit einer 20-Pfennig -Briefmarke zum 100. Geburtstag. Die Deutsche Post gab zum 75. Todestag 1991 eine Sondermarke heraus. "Eine ungerade Zahl als Würdigung ist nicht üblich", betont Ostermeier.

Doch es passt ganz gut, denn Weidens Wachstum im 20. Jahrhundert ist eng mit der Post verknüpft. Als sich Witt 1913 an der Waldnaab niederließ, stieg auch die Post groß ein. Bereits Ende des 19. Jahrhundert betrieb sie hier einige Niederlassungen. Als Regers Stern aufging, installierte sie auch das allererste Telefon der Stadt im Vesten Haus.
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