Naturfreunde betreiben seit den 80er Jahren das Wanderheim Trauschendorf
Kleinod abseits der Welt

Sebastian Flaschel (Dritter von links) löst Gerd Reichl (Zweiter von rechts) als Schriftführer ab. Vorsitzender Christian Weidner links. Bild: hcz

Über 1000 Übernachtungen zählen die Naturfreunde im letzten Jahr in ihrem Wanderheim in Trauschendorf. OB Kurt Seggewiß nannte es einmal "Kleinod abseits der Welt". Stadtrat Reinhold Wildenauer erinnert es an viele schöne Erlebnisse - und eine Fete, die sehr feucht endete.

Wildenauer, zugleich DJK-Vorsitzender, begrüßte die Naturfreunde zur Jahreshautpversammlung im DJK-Sportheim. Er gab die Anekdote zum besten, als bei seinem 40. Geburtstag das Anzapfen eines großen Bierfasses ziemlich "in die Hose" ging. Das 1983 erbaute Wanderheim wird von Günther Grabs verwaltet. Er berichtete, dass die Zahl der Übernachtungen im letzten Jahr auf 1158 gestiegen sei. Die Hälfte davon entfalle auf Jugendliche.

Dazu zählte man 1218 Besucher bei Tagungen, Festen oder Treffen. 823 Arbeitsstunden am Haus fielen an. Die Hälfte leistete Grabs selbst.

Die Mitgliederzahl der Naturfreunde-Ortsgruppe blieb bei 65, informierte Vorsitzender Christian Weidner. Fotogruppenleiter Sebastian Flaschel zeigte in einer gekonnten Präsentation die Aktivitäten des Hauptvereins, der Fotogruppe und der Jugendgruppe. Vorträge von Mitgliedern über Borkum, Kambodscha, Myanmar und die Kanaren, Workshops im Wanderheim und auf dem Turm der Michaelskirche, gemeinsame Feiern und die Teilnahme am Kinderbürgerfest seien gut aufgenommen worden. Auch der Auftritt der Gruppe "Fire of Hearts" beim Familienfest, eine Bildungsreise nach Prag und das Projekt "Steine sind nur draußen schön - nicht im Herzen" seien unvergessliche Erlebnisse gewesen. Die Heimatring-Delegierte Annelies Neumann, Ortsgruppenkassier Rudi Bauer sowie die Kontrollkommission, bestehend aus Dieter Neumann, Michael Gößl und Adolf Helgert, lieferten ihre Berichte ab.

Beiträge aufgerundet


Weniger Zustimmung als diese fand die Beitragserhöhung von 46 auf 50 Euro für Einzelmitglieder und von 64 auf 70 Euro für Familien. Sie wurde aber trotzdem beschlossen. Bedauert wurde der Rückzug von Schriftführer Gerd Reichl. Für ihn übernahm Flaschel das Amt. Wegen beruflicher Überlastung, aber auch wegen mangelnder Unterstützung durch die Mitglieder, kündigte Flaschel an, sein Amt als Fotogrupppenleiter nieder zu legen.

Stadtrat Norbert Freundorfer erkannte Meinungsverschiedenheiten unter den Generationen der "Naturfreunde". Er erinnerte an die Grundsätze der 1895 gegründeten Gemeinschaft und forderte auf, den "Naturfreunde-Gedanken" - Integration und soziales Engagement - zu leben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Naturfreunde (8)Vereine (1558)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.