Neu: Offene Ganztagsschule für die Klassen eins bis vier der Stötznerschule
Witt kocht für Schüler auf

Die Nähe der Stötznerschule (rechts) zur Firma Witt (links) macht's möglich. Mädchen und Buben, die die offene Ganztagsschule besuchen, können mittags zum Essen in die Unternehmenskantine gehen. Das gilt auch für die 21 Grundschüler, die ab September als erste in Weiden die Ganztagsschule besuchen. Bild: Wilck

Ohne Küche und Speisesaal geht in der Regel nichts bei einer Ganztagsschule. Anders bei der Stötznerschule: Ihre Kinder können die Kantine der benachbarten Firma Witt nutzen. Deshalb lassen sich die zwei neuen Ganztagsgruppen ab September leicht umsetzen.

Das Sonderpädagogische Förderzentrum profitiert hier von der Nähe zum Versandhaus beziehungsweise zu dessen Kochtöpfen. Die Regierung der Oberpfalz gab deshalb grünes Licht für die Umsetzung der offenen Ganztagsschule in den Jahrgangsstufen 1 bis 4. Neu ist: Während bisher die Ganztagsschule in offener Form nur in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 gefördert wurde, kann das Angebot ab September auch in den Grundschulklassen 1 bis 4 eingeführt werden. Vorausgesetzt, es wird gewünscht.

Stötznerschule ist Vorreiter


Die Stötznerschule ist in Weiden die einzige, die mit diesem Angebot in den Grundschulklassen ins neue Jahr startet. 2 Gruppen für 21 Kinder sind hierfür vorgesehen. Die offene Ganztagsschule für Kinder in den Klassen 5 bis 10 wird dagegen ab Herbst an 8 Schulen in der Max-Reger-Stadt angeboten (siehe Kasten). In der offenen Ganztagsbetreuung trägt die Stadt Weiden pro Gruppe 5500 Euro der Personalkosten, den Rest übernimmt der Freistaat Bayern. Die Eltern müssen lediglich für die Mittagsverpflegung bezahlen.

Gebundene Ganztagszüge existieren in Weiden bereits an Clausnitzer-, Albert-Schweitzer- und Gerhardingerschule, an Max-Reger- und Pestalozzi-Mittelschule, Hans- und-Sophie-Scholl-Realschule, am Elly-Heuss-Gymnasium und der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule. Die gebundene Ganztagsschule bietet an mindestens vier Tagen pro Woche von 8 bis 16 Uhr ein strukturiertes Bildungs- und Betreuungsangebot, das für die Schüler verpflichtend ist. Hier trägt der Freistaat die gesamten Kosten, die Stadt ist lediglich für den Sachaufwand zuständig. Das Mittagessen zahlen auch hier die Eltern.

Fortgesetzt wird ebenso die erweiterte Mittagsbetreuung an Clausnitzer-, Albert-Schweitzer-, Hans-Sauer- und Rehbühlschule sowie beim Arbeitskreis Asyl. Sie beinhaltet neben der Mittagsverpflegung und Hausaufgabenhilfe eine Betreuung bis mindestens 16 Uhr. Hier trägt die Stadt 3323 Euro der Kosten pro Gruppe, der Freistaat schießt 7000 Euro pro Gruppe zu, die Elternbeiträge liegen zwischen 45 und 60 Euro.

Drei Grundschulen bieten außerdem eine kurze Mittagsbetreuung von 11.15 bis 14 Uhr an: Hammerweg-, Hans-Schelter- und Gerhardingerschule. Träger ist hier die Stadt Weiden. Der Staatszuschuss beträgt 3323 Euro pro Gruppe. Die Stadt muss einen Anteil in mindestens gleicher Höhe übernehmen. Die Eltern beteiligen sich mit einem Beitrag von aktuell 25 Euro pro Monat. (Angemerkt)

Offene GanztagsschulenZwei offene Ganztagsgruppen für 21 Grundschüler kommen im Herbst an der Stötznerschule neu dazu. Daneben gibt es an der Stötznerschule bereits eine Gruppe für die Jahrgangsstufen 5 bis 10, die nächste Jahr 13 Schüler besuchen.

Bei den Fünft- bis Zehntklässlern existiert dieses Angebot bereits seit vier Jahren: Spitzenreiter in dieser Altersklasse ist das Augustinus-Gymnasium mit 245 Schülerin in 8 Gruppen, gefolgt vom Elly-Heuss-Gymnasium (167 Schüler/6 Gruppen), Kepler-Gymnasium (63/3), Gustl-Lang-Schule (51/2), Sophie-Scholl-Realschule (48/2), Pestalozzi-Mittelschule (28/2) und Hans-Scholl-Realschule (20/1). (ps)
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