Neue Ambulante Palliativ-Versorgung klärt Hausärzte über die notwendigen Abläufe auf
Friedlich sterben

Dr. Margarete Pickert ist die ärztliche Leiterin der SAPV Waldnaab. Hausärzte klärte sie über die Bedingungen der neuen ambulanten Palliativleistungen auf. Bild: otj

Zu Hause in Frieden und ohne Schmerzen sterben: Für viele Menschen ist das die tröstlichste Vorstellung von der Zeit, die ihnen noch bleibt. Die neue Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung (SAPV) Waldnaab wird ab Oktober einen großen Teil dazu beitragen, diesen Wunsch zu erfüllen.

Die Verantwortlichen stellten das Konzept jetzt den Hausärzten vor und erklärten, was für die Niedergelassenen zu tun ist, wenn sie bei einem Patienten den Bedarf erkennen. Und auch, welche Formalien vor Genehmigung durch die Kasse geleistet werden müssen.

Die ärztliche Leiterin der neuen SAPV Waldnaab, Dr. Margarete Pickert, informierte, welche Indikationen Patienten mitbringen müssten, damit ein Antrag auf SAPV angenommen wird: Es müsse eine unheilbare Krankheit vorliegen, die weiter fortschreite. Und: Die Patienten müssten den Wunsch haben, trotz komplexer Probleme zu Hause zu leben.

Außerdem gab sie Aufschluss darüber, welche Leistungen die SAPV anbietet: die Beratung von Angehörigen, Pflegekräften und behandelnden Ärzten, die Koordination ambulanter Palliativdienste und die Teilversorgung. Ob Behandlung von starken Schmerzen, die Therapieplanung, Hausbesuche und regelmäßige Telefonate - alle Leistungen sollen weiter in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten erfolgen. "Wir können nur ergänzend zur Primärversorgung arbeiten", sagte Pickert.

Die Einführung in die Informationsveranstaltung übernahm die erfahrene Palliativmedizinerin Dr. Elisabeth Albrecht von "Palliamo" aus Regensburg. Sie erzählte die Entstehungsgeschichte der Palliativmedizin, stellte die Aufgaben der Beteiligten an den Abläufen vor und nannte auch die Grenzen ambulanter Palliativmedizin.
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