Neue Amtsträger in Pfarrgemeinde St. Marien
Vergelt's Gott für Kirchenpfleger

Drei Dinge erhielt der langjährige Kirchenpfleger von St. Marien Rothenstadt, Hans Hiermaier (Vierter von links, neben Pfarrer Heribert Englhard), zum Abschied: die Bischof-Sailer-Medaille, seine Leder-Arbeitstasche mit Brotzeit und einen Schneeschieber zum Zeitvertreib. Nachfolger ist Hans-Jürgen Federl (Dritter von rechts). Bild: Dobmeier

Nach 38 Jahren in der Kirchenverwaltung der Pfarrei in Rothenstadt ist Schluss. Pfarrer Heribert Englhard verabschiedete Hans Hiermaier in der Pfarrversammlung. Doch nicht nur der Kirchenpfleger nahm den Hut. Das Problem: Ein Nachfolger in der anderen Personalie ist noch nicht gefunden.

Rothenstadt. Im Namen von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer verlieh Pfarrer Heribert Englhard die Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille an Hans Hiermaier. 38 Jahre arbeitete er in der Kirchenverwaltung mit, davon 32 Jahre bis heute als Kirchenpfleger. Hiermaier habe in über sechs Amtsperioden herausragende Arbeit bei vielen Bauvorhaben, Renovierungen und Kirchenverwaltungsaufgaben sowie bei Kindergartenabläufen geleistet, betont Pfarrer Englhard bei der Pfarrversammlung. Von der Pfarrei erhielt der langjährige Kirchenpfleger eine Figur seines Namenspatrons. In Gedichtform ließen Pfarrsekretärin Martha Urban und Gemeindereferentin Claudia Stöckl wichtige Akten und Bauvorhaben der Pfarrei in den vergangenen, fast vier Jahrzehnten Revue passieren.

Für Hiermaier rückt Hans-Jürgen Federl nach. Für Georg Schmid dagegen ist noch kein Ersatz gefunden. Fünf Jahre wirkte er als Mesner. Dafür dankte ihn Pfarrer Englhard genauso wie Erich und Franziska Filchner, die seit 52 Jahren die Krippe in der Kirche aufstellen.

Die vergangenen eineinhalb Jahre standen ganz im Zeichen der Gründung der Pfarreiengemeinschaft Rothenstadt und Etzenricht. Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Reger erinnerte im Pfarrheim St. Marien an die Planungen mit Abstimmung der Kirchenzeiten und gemeinsamen Aktivitäten mit Etzenricht. Pfarrer Englhard dankte für die Rücksichtnahme seit September 2014. Damals begann das Miteinander mit einem Gottesdienst in Sperlhammer.

Der Dank galt auch den Ruhestandspfarrern Franz Winkelmann und Alois Lehner für das Zelebrieren der Gottesdienste in beiden Pfarreien. Zudem freute sich Englhard über den Zusammenhalt der Pfarrgemeinde und dankte der Pächterfamilie für die Betreuung des Pfarrheims.

Die Pfarrwallfahrten gingen zu Fuß nach St. Qurin und mit dem Bus nach Altötting. Fesselnde Vorträge hielten Bischof Mixa zum Thema "Lohnt es sich heute noch, Christ zu sein" und Schwester Teresa Zukic über eigene Fehler. Eine Fahrzeugsegnung, der Eine-Welt-Warenverkauf, das ökumenische Pfarrfest und eine Altkleideraktion erfuhren guten Zuspruch. Kirchenpfleger Hiermaier verbuchte in seinem letzten Bericht einen guten Jahresüberschuss.

Zahlen zum Gemeindeleben2015 feierten in der Pfarrei St. Marien 15 Kinder Erstkommunion, zur Firmung kamen 16 Jugendliche, 2 Paare schlossen den Bund fürs Leben. 14 Taufen stehen 27 Bestattungen im Jahr 2015 gegenüber. Es gab 8 Kirchenaustritte. Sie rangieren damit auf niedrigem Niveau, befand Pfarrer Heribert Englhard. Zudem sagte er, Rothenstadt liege mit 12,5 Prozent Beteiligung an den Gottesdiensten leicht über dem Bundesdurchschnitt. Zu einem großartigen Erfolg habe die Sternsingeraktion mit 11 Gruppen und 40 Kindern mit dem Ergebnis von 4676 Euro geführt. Der Erlös des Fastenessens mit 18 verschiedenen Suppen ging an das Projekt "Dürre in Kenia". (rdo)
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