Neue Vordenker werden
80 Abiturientinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums feierlich verabschiedet

Schulleiter Reinhard Hauer gratulierte ganz besonders den Schulbesten (von links): Paula Hermann und Lena Merkel (jeweils Note 1,1), Johanna Pfleger (1,2). Irene Kraus und Theresia Wittmann (jeweils 1,4) sowie Katrin Hanft und Katrin Hirmer (jeweils 1,5). (Weitere Absolventenfeiern folgen in der Montagausgabe) Bild: Kunz

Oberstudiendirektor Reinhard Hauer sprach vom höchsten Schulabschluss, den die 80 Abiturientinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums erreicht hätten. Drei Schülerinnen haben dabei ganz besonders abgeschnitten.

Fröhliche Gesichter am Freitagabend im Elly-Heuss-Gymnasium, als die Abiturientinnen ihre Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife erhielten. Dazu beigetragen hätten aber nicht nur sie selbst, sagte der Schulleiter, sondern "wohl auch ein klein wenig Eltern, Geschwister und Freunde." Aber auch Lehrerinnen und Lehrer und der Kreis der Schulgemeinschaft. Zu den Prüfungen angetreten waren 83 Schülerinnen. "Nun habt ihr euer Abitur, seid mehrsprachig, weit gereist und top ausgebildet."

Die Schulbesten


Hauer forderte die Schülerinnen auf, die Zukunft in die Hand zu nehmen und eine neue Vordenkergeneration zu werden. "Es gilt noch mehr als bisher, Verantwortung für das eigene Tun und Lassen zu übernehmen." Keiner werde den künftigen Studentinnen mehr über die Schultern schauen und Lernverhalten, Kleidung oder Ernährung kritisieren.

Als Schulbeste wurden Paula Hermann und Lena Merkel ausgezeichnet. Beide erzielten die Note 1,1. Johanna Pfleger folgte auf dem dritten Platz mit der Note 1,2. Die drei Schulbesten werden zur Prüfung für besonders Begabte beim Ministerialbeauftragten zugelassen und zum Auswahlverfahren der Studienstiftung des Deutschen Volkes eingeladen. Die Note 1,4 erzielten Irene Kraus und Theresia Wittmann, die Note 1,5 Katrin Hanft und Katrin Hirmer.

In seiner Festrede betonte der Schulleiter, dass die Absolventinnen später Führungspositionen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft übernehmen können. Zentraler Bestandteil der vertieften Allgemeinbildung, die am Gymnasium erworben werde, bleibe daher die Persönlichkeitsbildung, deren Zweck nicht in einem oberflächlichen Utilitarismus, also in der Orientierung an der bloßen Nützlichkeit verfange, sondern in der Fähigkeit, ein erfülltes Leben zu führen. Solch eine Erfüllung sei nicht messbar, nicht in Cholesterinwerten oder Noten, sondern es orientiere sich immer daran, wie Beziehungen gelebt würden: zu den Eltern, Verwandten, Ehepartnern, Kindern, Freunden, Nachbarn und Mitmenschen. "Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Zugangsbefähigung für ein Hochschulstudium nutzen können, auch wenn es etwas anderes als ein Studium werden sollte.

Grußworte sprachen Stadtrat Alois Schinabeck, vom Förderverein, Elisabeth Merk, und der Vorsitzende des Elternbeirats, Bernhard Stangl. Lena Janker, Sabrina Schieder und Romy Weidner sangen Lukas Grahams "Years". Klavier: Theresia Wittmann. Christine Dobmeier und Johanna Pfleger dankten der Schule im Namen der Abiturientinnen. Simone Bauer, Jula Zeitler, spielten "die Weisheit des Straßenkehrers" und Paula Gäbelein und Sonja Landgraf trugen "Der Tagödie letzter Teil" vor.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.